Aktuelles

Keine Artikel in dieser Ansicht.

News

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) beteiligt sich am Kampf gegen das Zika-Virus, das von Stechmücken übertragen wird und bei Schwangeren den Fötus schwer schädigen kann. Unter dem Dach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen koordinierte Aktionen durchgeführt werden, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Erregers soweit wie möglich zu verhindern. Derzeit sind vor allem lateinamerikanische Länder und die Karibik betroffen.

„Die FAO steht mit ihren Ressourcen und ihrer Erfahrung bereit, um ihren Teil zur Abwendung dieser Notlage beizutragen“, erklärte Generaldirektor José Graziano da Silva heute in Rom. Für besonders wichtig hält er die Dezimierung der Mückenpopulation der Gattung Aedes in den betroffenen Gebieten, sowohl durch den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln als auch durch einfache Maßnahmen wie die Austrocknung von Tümpeln. Auch die Tränken von Nutztieren sollten wenigstens einmal pro Woche entleert und gereinigt werden.

Graziano da Silva unterstrich die Notwendigkeit, im Falle einer intensiven Anwendung von Insektiziden die gebotene Vorsicht walten zu lassen, sowohl um die unmittelbare Sicherheit von Menschen im Umgang mit den Produkten zu gewährleisten als auch um Nahrungsmittel vor einer Kontamination zu bewahren. Die Organisation habe dazu Leitlinien entwickelt.

Graziano da Silva betonte, die Zahl der Opfer des Zika-Virus sei „potentiell verheerend. Wir müssen eng zusammenarbeiten, um es unter Kontrolle zu bringen.“ AgE

mehr...
Fruit Logistica mit Rekordbesuch erstellt am: 10.02.16
Einen Rekordbesuch hat die diesjährige Fruit Logistica verzeichnet. Wie die Messe Berlin heute mitteilte, wurde bei der Ausstellung für die Frucht- und Gemüsehandel erstmals die Marke von 70 000 Fachbesuchern überschritten. Messechef Dr. Christian Göke lobte zudem die hohe Intensität des geschäftlichen und fachlichen Austausches. Die Internationalität sei auf einzigartige Weise spürbar gewesen.

Laut Messeangaben betrug der Anteil von Fachbesuchern aus dem Ausland 82 %. Fast zwei Drittel von ihnen seien aus der Europäischen Union gekommen, 9 % aus anderen europäischen Ländern, 12 % aus Nord-, Süd,- und Mittelamerika, 8 % aus Afrika, 5 % aus dem Nahen und Mittleren Osten und 3 % aus Asien. Die Qualität der Fachbesucher hinsichtlich ihrer Entscheidungskompetenz sei auf hohem Niveau konstant geblieben. Rund drei von vier Fachbesuchern hätten eine leitende Position innerhalb ihres Unternehmens inne.

Die größten Fachbesuchergruppen seien Obst- und Gemüseerzeuger und Vertreter des Import-/Exportgeschäfts gewesen, gefolgt von Vertretern des Groß-und Einzelhandels. Etwa 98 % der Besucher hätten das geschäftliche Ergebnis ihres Aufenthalts auf der Fruit Logistica positiv beurteilt. Mehr als 80 % hätten neue Geschäftskontakte geknüpft. Knapp 40 % der Fachbesucher hätten während der Messe Geschäftsabschlüsse getätigt. Rund drei Viertel erwarteten im Nachgang der Messe weitere Verhandlungen sowie geschäftliche Transaktionen. Auch mehr als 91 % der Aussteller hätten den geschäftlichen Erfolg ihrer Messebeteiligung positiv bewertet. AgE

mehr...
Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Förderkredite entsprechend der Entwicklung an den Kapitalmärkten erneut gesenkt, und zwar nominal um bis zu 0,15 Prozentpunkte. Wie die Rentenbank heute mitteilte, liegt in der günstigsten Preisklasse (A) der Top-Zins für Förderkredite an Junglandwirte mit einer Laufzeit von 20 Jahren sowie einer zehnjährigen Zinsbindung und drei Freijahren jetzt bei effektiv 1,31 %. Im Dezember 2015 hatte sich dieser Zinssatz auf 1,66 % belaufen; der bisherige Tiefstand war im Frühjahr 2015 verzeichnet worden, als zeitweise in der günstigsten Preisklasse der Top-Zins lediglich 1,00 % betragen hatte.

Zu dem günstigen Top-Zins werden laut Rentenbank auch nachhaltige Investitionen finanziert, die beispielsweise in den Umwelt- und Ressourcenschutz, den Verbraucherschutz oder den Bereich Bioenergie gehen. Die Programmkredite der Förderbank für die Agrarwirtschaft dürfen neben anderen öffentlichen Mitteln, so etwa Zuschüssen, eingesetzt werden, soweit die von der Europäischen Union vorgegebenen Beihilfeobergrenzen eingehalten werden. Bei allen Förderdarlehen der Rentenbank sind die Kreditanträge an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der Sicherheiten nehmen die Hausbanken die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor. AgE

mehr...

Markttipps

Deutlich weniger Milchkühe in Polen erstellt am: 10.02.16
Die Zahl der Milchkühe ist in Polen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Wie das Nationale Statistikamt auf Grundlage eigener Erhebungen berichtete, standen zum Stichtag 31. Dezember 2015 insgesamt 2,13 Millionen Milchkühe in den polnischen Ställen, was einem Rückgang von 5,1 % zum Vorjahr entsprach. Den Behördenangaben zufolge nahm die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Fahrt auf, weshalb der Bestandsabbau gegenüber der Erhebung im Juni 2015 mit 6,4 % noch stärker ausfiel als der im Vorjahresvergleich.

Auf die Milcherzeugung hatte dies jedoch keine nennenswerte Wirkung. Nach Schätzungen des Instituts für Agrar- und Ernährungswirtschaft wurde 2015 in Polen mit 12,7 Mrd kg aufgrund höherer Leistungen sogar 1 % mehr Rohmilch produziert als im Jahr zuvor.

Den gesamten polnischen Rinderbestand zum Stichtag 31. Dezember gibt die Statistikbehörde mit 5,76 Millionen Stück an, was einem Anstieg von 1,8 % binnen Jahresfrist entspricht. Ursache dafür war ein deutliches Plus bei den Kälbern und Jungrindern mit einem Lebensalter von bis zu einem Jahr, von denen zuletzt mit 1,6 Millionen Stück fast 12 % mehr gehalten wurden als im Dezember 2014. Auch der Bestand der ein- bis zweijährigen Tiere nahm spürbar zu, und zwar um 6 % auf 1,53 Millionen Stück. AgE

mehr...
Ein positives Marktumfeld für Kartoffeln sieht die Organisation Nordwesteuropäischer Kartoffelanbauer (NEPG). Der Zusammenschluss wies gestern auf die freundliche Entwicklung der Kartoffelfutures an der Leipziger European Energy Exchange (EEX) und auf die gleichzeitig positive Stimmung am Kassamarkt hin. Derweil würden bei den Kartoffelvorräten vermehrt überdurchschnittlich hohe Gewichtsverluste festgestellt. Ursache sei die zusätzliche Belüftung angesichts der recht warmen Witterung nach der Ernte. Deshalb müssten zur Erzeugung der gleichen Menge an Verarbeitungsprodukten mehr Knollen als im Vorjahr eingesetzt werden.

Die Kartoffelfabriken liefen inzwischen auf Hochtouren. Während die Knollenexporte zurzeit noch auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts lägen, erwarteten die Fachleute mittelfristig steigende Ausfuhren, vor allem nach Osteuropa. Gleichzeitig zeigten die Exporte von Verarbeitungsprodukten in Drittländer eine positive Tendenz. Dazu trüge unter anderem das günstige Wechselkursverhältnis zwischen dem Euro und dem Dollar bei.

Der vordere EEX-Terminkontrakt auf Verarbeitungskartoffeln mit Fälligkeit im April 2016, der zum Jahresbeginn für weniger als 15 Euro/dt abgerechnet worden war, wurde heute gegen 16.00 Uhr für 17,10 Euro/dt gehandelt. AgE

mehr...
Mit Blick auf das Treffen von Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat der Agrarsprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff, die Forderung nach einer Begrenzung der Milchmengen bekräftigt. Hollande habe die Agrarmarktkrise zur Chefsache erklärt. „Das ist gut und ein wichtiges Zeichen“, so Ostendorff heute in Berlin. Jetzt müsse sich auch Merkel einschalten, um die Krise in den Griff zu bekommen.

Die Kanzlerin müsse sich im Gespräch mit Hollande am Sonntag für die Milcherzeuger und eine grundlegende Lösung der Milchkrise einsetzen, so der Bündnisgrüne. Das sei nur mit einem koordinierten Vorgehen zur Reduzierung der Milchmenge auf dem Markt möglich.

Ostendorff sprach sich indirekt gegen steuerliche Hilfen für die Landwirtschaft aus. Eine steuerliche Entlastung von Betrieben helfe nur denen, die Gewinne machten; das sei keine Lösung. „Wir müssen jetzt den Betrieben unter die Arme greifen, die von der Krise am meisten betroffen sind“, betonte der Grünen-Politiker. Gebraucht werden ihm zufolge deshalb ein koordiniertes Programm zur Mengenreduzierung und konditionierte Hilfen für die Betriebe, die ihre Menge nicht steigern oder sogar reduzieren. AgE

mehr...

teser

tesraesr

Logo