Aktuelles

Maßnahmen für den sicheren Umgang mit Getreide, Ölsaaten und Leguminosen. "Hinweise zu Transportfolgen, spezifischen Reinigungsverfahren sowie weiteren unerwünschten Vorfrachten enthält u.a. die Datenbank Ladungen/Straßentransporte  und der QS-Leitfaden Futtermittelwirtschaft (Kapitel 5). "
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Das WIR ist unsere Stärke! erstellt am: 13.11.18

News

Beim Insektenschutz sieht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner nicht nur die Landwirte gefordert. Anlässlich des ersten Runden Tisches ihres Ressorts und des Bundesumweltministeriums bekräftigte die CDU-Politikerin in Berlin ihre Ansicht, dass das Blickfeld beim Insektenschwund zu weiten ist. Landwirtschaft habe Einfluss darauf, aber auch Lichtverschmutzung, Verkehr, Versiegelung.
Der Rückgang der Insektenpopulation sei kein Nischenthema, stellte Klöckner außerdem fest. Er beschäftige breite Teile der Bevölkerung - einschließlich der Landwirtschaft. Es bestehe Handlungsbedarf. Die Gründe für den Rückgang seien vielfältig, weshalb auch viele Akteure und Verbände gefragt seien, bei der Umsetzung von mehr Insektenschutz mitzuwirken. Als größter Flächennutzer stehe natürlich auch die Landwirtschaft in der Verantwortung. "Unsere Bauern sind wie kein zweiter auf die Ökosystemleistungen der Insekten angewiesen", gab die Ministerin dabei zu bedenken

Bei der Erarbeitung konkreter Maßnahmen sei nun vor allem die wissenschaftliche Begleitung wichtig, um zielgerichtet und wirksam agieren zu können, unterstrich die Ressortchefin. Vor allem müsse es auch Freiräume für Forschung und Kooperationen geben. Für die Landwirtschaft sei wichtig, dass es machbare Anreize gebe und die beschlossenen Instrumentarien praxistauglich seien. Es müsse um die Zielerreichung gehen. Dabei sei klar, dass es Umwelt- und Naturschutz nicht zum Nulltarif gebe; es bedürfe genügend Geld, um Leistungen zu fördern. Mit einem Sonderrahmenplan Insektenschutz werde die Landwirtschaft unterstützt, noch mehr für den Insektenschutz zu tun.

Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, betonte erneut die Wichtigkeit des Prinzips der Kooperation für die Landwirtschaft. "Wir diskutieren in der Landwirtschaft nicht, ob wir Insektenschutz machen, sondern darüber, wie wir es machen. Das Kooperationsprinzip ist der Schlüssel zum Erfolg", so Krüsken. Er forderte ein "Reset" für das Aktionsprogramm Insektenschutz und stellte klar: "Reset bedeutet aber nicht Delete".

Kern der Kritik am Aktionsprogramm Insektenschutz sei, dass die Mischung zwischen Ordnungsrecht und Kooperation nicht stimme, erläuterte der DBV-Generalsekretär. Das Ordnungsrecht, das im Aktionsprogramm skizziert sei, wirke vor allem für Biotope kontraproduktiv, die in der Agrarlandschaft durch Bewirtschaftung entstünden. "Wenn man über Verbote und Restriktionen einen Anreiz schafft, solche Biotope gar nicht erst entstehen zu lassen, dann hilft das dem Naturschutz nicht", so Krüsken. Der Runde Tisch sollte ihm zufolge deshalb für einen Neustart im Sinne des kooperativen Naturschutzes genutzt werden. AgE

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Mit Verweis auf die stärker werdenden Wetterextreme und die knappe Produktionsressource Wasser hat Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens vom Bundeslandwirtschaftsministerium die Verbesserung der Trockenstresstoleranz und der Wassernutzungseffizienz der Kulturpflanzen als "die wichtigen Zuchtziele der Zukunft" benannt. Diese "müssen wir jetzt schnell und innovativ vorantreiben", betonte Aeikens in seiner heutigen Eröffnungsrede beim Internationalen Kongress "Genetische Vielfalt ist der Schlüssel zur Verbesserung der Trockenstresstoleranz von Kulturpflanzen".
An dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium veranstalteten und vom Julius Kühn-Institut (JKI) sowie Leibniz Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) organisierten Kongress nehmen heute und morgen mehr als 100 Pflanzenforscher und -züchter aus 23 Ländern teil. Aeikens betonte, dass der Klimawandel und das Bevölkerungswachstum die Landwirtschaft weltweit vor große Herausforderungen stellten, denn es müssten mehr Nahrungs- und Futtermittel sowie nachwachsende Rohstoffe mit weniger Wasser produziert werden. Zur Lösung dieser Herausforderung gehörten insbesondere die Züchtung und der Anbau wassernutzungseffizienter und trockenstressresistenter Pflanzen. Das Agrarressort hat dem Staatssekretär zufolge in den vergangenen Jahren bereits seine Forschungsaktivitäten zur Anpassung der Kulturpflanzen an die sich ändernden Klimabedingungen verstärkt und ausgebaut.
JKI-Präsident Prof. Frank Ordon betonte, dass die züchterische Verbesserung der Trocken- und Hitzestresstoleranz eine weltweite Herausforderung sei, die Zusammenarbeit und Koordination erfordere. "Ein Schlüssel ist dabei in genetischen Ressourcen zu sehen, deren Erhaltung und wissensbasierte Nutzbarmachung auch zentrale Anliegen des IPK und des JKI darstellen", so Ordon. Deshalb freue er sich, dass es gelungen sei, weltweit renommierte Forscher aus den Bereichen genetische Ressourcen, Phänotypisierung, Genotypisierung, Pflanzenphysiologie und Züchtung nach Berlin zu holen, um diesen Themenkomplex in seiner gesamten Breite zu diskutieren. AgE

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In Niedersachsen hält die Landesregierung an den von ihr ausgewiesenen nitrat- und phosphatsensiblen Gebieten fest. Sie beschloss heute die Niedersächsische Verordnung über düngerechtliche Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat oder Phosphat ohne Anpassung der "Roten Gebiete". Ziel ist es, die Nährstoffeinträge in belastete Wasserkörper durch die Landwirtschaft zu verringern und die Umweltziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu erreichen. Dadurch soll auch einem Verfahren der Brüsseler Kommission wegen Nichtumsetzung der EU-Nitratrichtlinie entgegengewirkt und Strafzahlungen verhindert werden.

Laut Angaben der Staatskanzlei umfasst die Nitrat-Kulisse rund 1 Mio ha oder 39 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) und die Phosphat-Kulisse 35 000 ha oder 1 % der LF. Die Landesregierung kündigte an, dass sie bei der Probenahme die Funktionalität und Qualität der Messstellen stetig überprüfen wolle. Ergänzend hierzu werde das Umweltministerium die Überprüfungen turnusmäßig auf 24 Monate verkürzen und zudem anlassbezogen einzelne Messstellen überprüfen und bei Bedarf ertüchtigen. Den zu bestimmten Messstellen geäußerten Zweifeln werde man unmittelbar nach Inkrafttreten der Verordnung nachgehen, versprach die Landesregierung.

Der Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, betonte, dass die Fraktion die bessere Überwachung der relevanten Boden- und Gewässermessstellen erwirkt habe. Bislang sei diese Überprüfung nur alle acht bis zehn Jahre durchgeführt worden. Darüber hinaus sei es gelungen, eine Prüfung auf Bundesebene vorzusehen, ob die ermittelte potentielle Nitratsickerwasserkonzentration auf Gemeindeebene zur Abgrenzung der Gebietskulisse Grundwasser herangezogen werden könne.

Toepffer lobte die Einigung als "Sieg der Vernunft und wichtiges Signal an die vielen Landwirte in Niedersachsen, denen wir nicht mehr erklären konnten, wieso auch mutmaßlich falsche Messungen Grundlage für die Ausweisung Roter Gebiete sind". Er forderte, die Landwirte eng in die Entwicklung und Umsetzung des Überwachungsprogramms einzubinden.

Der Agrarsprecher der FDP-Landtagsfraktion, Hermann Grupe, bekräftigte indes seine Kritik an den Gebietskulissen. Die von der CDU erwirkte zweijährige Überprüfung der Messstellen sei "lediglich ein verzweifelter Versuch, von den Folgen der unter CDU-Beteiligung erfolgten Landwirtschaftspolitik abzulenken". Die engmaschigere Überprüfung sei zwar wichtig, diese hätte aber erfolgen müssen, bevor die Roten Gebiete festgelegt worden seien, so Grupe.

Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke erneuerte ebenfalls seine Kritik an der Nitratkulisse. Die Roten Gebiete blieben für die betroffenen Landwirte in ihrem derzeitigen Umfang "ein rotes Tuch", stellte der Landesbauernpräsident klar. Er kündigte eine rechtliche Überprüfung der Landesverordnung an. Notwendig sei deren vollständige Überprüfung. AgE

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Markttipps

Das kleinere Aufkommen an Schlachtschweinen steht einer regen Nachfrage seitens der Schlachtereien gegenüber. Entsprechend fordern die befragten Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaften fortgesetzt höhere Preise im Verkauf der Schweine.
Die Nachfrage dürfte weiterhin hoch bleiben und das Angebot übertreffen. Nach 4 Ct/kg Erhöhung vergangene Woche gab es nunmehr ein Plus von 6 Ct/kg auf neu 1,95 EUR/kg SG. (AMI)

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Sowohl im Jahr 2017 als auch im vergangenen Jahr führte Deutschland weniger Schweine ein als zuvor. In diesem Jahr änderte sich das. So wurden von Januar bis September 2019 leicht erhöhte Tierzahlen geordert.
Die Zunahme beträgt insgesamt 2 % und beinhaltet neben Ferkeln, auch Zucht- und Schlachtschweine. Der größte Anteil der Einfuhren entfällt mit drei Vierteln auf die Ferkel, die dann bei uns in Deutschland gemästet werden.

Lange Zeit war dabei die Niederlande der Hauptlieferant, doch 2019 hat Dänemark die Position des wichtigsten Zulieferlandes für Ferkel nach Deutschland eingenommen. In den Niederlanden wurde der Schweinebestand vor dem Hintergrund einer länger anhaltenden wirtschaftlich schwierigen zwei Jahre andauernden Phase und immer weiter steigenden gesetzlichen Anforderungen an die Tierhaltung sehr stark verringert. Das wirkt sich auf die Ausfuhrmöglichkeiten entsprechend aus. (AMI)

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Unerwartet umfangreiches Weltweizenangebot belastet die Notierungen in Chicago, während die Maisschätzung weniger Korrekturen aufwies als erwartet. In seiner jüngsten Versorgungsschätzung erwartet das US-Landwirtschaftsministerium USDA einen noch üppigeren globalen Weizenmarkt als bisher. Neben höheren Anfangsbeständen wurden auch noch einmal die Ernteschätzungen nach oben korrigiert, so dass selbst bei etwas größerem Verbrauch die Endbestände noch stärker wachsen dürfte als bislang erwartet. Die globale Weizenerzeugung wird aktuell bei 765,6 Mio. t gesehen. Dem steht eine globale Verbrauchsschätzung von 755 Mio. t gegenüber, was zu einem Anstieg der Endbestände auf eine Rekordhöhe von 288 Mio. t führt. Da die Marktbeteiligten an der Börse mit einer Korrektur nach unten gerechnet hatten, gaben die Terminkurse in Chicago nach Bekanntgabe des Berichtes nach.
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Angebot und Nachfrage nach Gerste so hoch wie vor einem Vierteljahrhundert

Die guten alten Zeiten scheinen zurück, als Gerste noch über 10 % des Weltgetreidemarktes ausmachte, denn das USDA schätzt für 2019/20 die globale Produktion und den Verbrauch auf ein Niveau wie zuletzt vor 25 Jahren. Und auch wenn die Gerstenvorräte in der jüngsten USDA-Prognose nicht mehr so hoch sind wie noch im Vormonat geschätzt, es sollen am Ende des Wirtschaftsjahres mehr übrigbleiben als in den beiden Jahren zuvor. Vor allem in Russland und Saudi-Arabien bleiben voraussichtlich am Ende des Wirtschaftsjahres weniger übrig als bislang erwartet. Hinsichtlich der globalen Gerstenproduktion gab es nur wenig Änderungen, die sich zudem fast ausgleichen. Die Ernteschätzung in Argentinien, Australien und der Türkei wurden gekürzt, die für die EU-28 und die Ukraine erhöht. So liegt die Prognose aktuell bei 155,8 Mio. t Gerste weltweit, und damit auf dem höchsten Stand seit 25 Jahren. Gleichzeitig wächst aber auch die Nachfrage weiter. Nach einem Tiefstand 2018/19 werden für das laufende Wirtschaftsjahr 2019/20 über 152 Mio. t avisiert. In nahezu allen gerstenerzeugenden Ländern wird der Verbrauch gegenüber Vorjahr zunehmen. Am stärksten in der EU-28, aber auch Russland, China und möglicherweise Saudi-Arabien. (AMI)

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