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Maßnahmen für den sicheren Umgang mit Getreide, Ölsaaten und Leguminosen. "Hinweise zu Transportfolgen, spezifischen Reinigungsverfahren sowie weiteren unerwünschten Vorfrachten enthält u.a. die Datenbank Ladungen/Straßentransporte  und der QS-Leitfaden Futtermittelwirtschaft (Kapitel 5). "
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Das WIR ist unsere Stärke! erstellt am: 13.11.18

News

Die Futtermittelwirtschaft hat nach Angaben des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT) in den vergangenen Jahren Fortschritte bei der Umstellung auf nachhaltig zertifiziertes Palmöl gemacht und kommt damit ihrer Verantwortung durchaus nach. Mit dieser Klarstellung reagierte der Verband heute auf anderslautende Vorwürfe des World Wide Fund for Nature (WWF) Deutschland. Dem DVT zufolge ist Palmöl entgegen den Behauptungen der Umweltschützer ein in einigen Futterrationen kleiner, aber wichtiger Bestandteil, der insgesamt nur 0,2 % der gesamten in Deutschland eingesetzten Futtermittelmenge ausmache. Wo immer Palmöl ersetzt werden könne und andere Lösungen bereitstünden, hätten die Unternehmen bereits entsprechend reagiert.

Der Anteil von nachhaltigem Palmöl im Futter wurde dem Verband zufolge stetig erhöht und wird mit Sicherheit auch weiter steigen. Darüber hinaus seien inzwischen Futtermittel auch ohne Palmöl im Angebot. Zudem hätten sich viele Unternehmen zum Kauf nachhaltig zertifizierter Ware verpflichtet, ohne dies ausdrücklich zu deklarieren. DVT-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Baaken betonte, dass die Nachhaltigkeit für die Hersteller von Tiernahrung eine Grundbedingung ihres Handelns sei.

Der WWF in Berlin wirft der deutschen Futtermittelindustrie mit Verweis auf eigene Studienergebnisse vor, die Gruppe der „verdeckten Palmölnutzer“ anzuführen. Weder die Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG noch die Agravis AG zeigten ein Interesse daran, Missstände in ihrer Lieferkette wie Regenwaldzerstörung, Zwangsarbeit oder massenhaften Pestizideinsatz anzugehen.

Laut dem WWF ist kaum bekannt, dass 13 % des importierten Palmöls an Geflügel, Schweine und Rinder verfüttert werde. Das mache es Futtermittelherstellern, den Fleisch- und Milchproduzenten sowie dem Handel leicht, "sich aus der Verantwortung zu schleichen". Die Umweltschutzorganisation forderte, Nutztiere bevorzugt vor allem mit heimischen und europäischen Eiweißfuttermitteln wie Lupinen und Ackerbohnen zu füttern. Wo weiter Soja oder Palmöl im Trog lande, müsse dieses wenigstens ökologische und soziale Mindestkriterien erfüllen. AgE

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Ihre gemeinsamen agrarstrukturellen und agrarpolitischen Interessen haben die Ost-Agrarministerinnen und -minister sowie die Präsidenten der ostdeutschen Landesbauernverbände herausgestellt. "Wir wollen keinen Konflikt zwischen kleinen und großen Betrieben konstruieren", erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Dr. Till Backhaus nach einem gemeinsamen Treffen gestern in Berlin. Man sei der Auffassung, "jeder Hektar muss bei der Förderung gleich viel wert sein". Entscheidend sei die Leistung, die ein Landwirtschaftsbetrieb für die Umwelt und die Gesellschaft erbringe, so der Minister zur Diskussion um Kappung und Degression der Direktzahlungen sowie besondere Zahlungen für kleine Betriebe.

Unisono sprachen sich die Minister und Bauernpräsidenten gegen eine Kürzung des EU-Agrarbudgets aus. Um die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 an den aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen auszurichten, brauche es rechtliche, finanzielle und planerische Sicherheit auf allen Seiten, hieß es nach der Unterredung, an der erstmals die neu in das Amt gekommenen grünen Minister Axel Vogel aus Brandenburg und Wolfram Günther aus Sachsen teilnahmen.

"Es ist wichtig, dass die EU nun endlich den Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) festlegt und dabei im Hinterkopf behält, worauf es in Europa und der Welt ankommt", mahnte Backhaus, auf dessen Initiative das Gespräch stattgefunden hatte. Für ihn zählen dazu Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz, den Ressourcenschutz, den Tierschutz und das Tierwohl sowie in die Entwicklung der ländlichen Räume.

Vom Bund erwarten die Minister und Bauernpräsidenten aus den neuen Bundesländern einen finanziellen Ausgleich, sollte die EU nicht ausreichend Geld über die einzelnen Brüsseler Fonds zur Verfügung stellen. Mit Blick auf den angekündigten "New Green Deal" sowie "das dicke Plus" im Bundeshauhalt müsse sichergestellt werden, dass die Landwirtschaft und die ländlichen Räume im Falle von Finanzhilfen ausreichend berücksichtigt würden. Das Geld müsse den Unternehmen und Kommunen zugutekommen, die sich für Umwelt und Gesellschaft engagierten. AgE

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Ein Verbändebündnis hat vor einer zunehmenden Importabhängigkeit bei wichtigen Ackerfrüchten, vor engeren Fruchtfolgen und der Abwanderung der Agrarproduktion gewarnt, sollte die restriktive Regulierung von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland und Europa anhalten. Wie der Industrieverband Agrar (IVA), die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) und die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) heute in Berlin feststellten, konterkariert diese Politik die Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung im Ackerbau und beschneidet die pflanzenbaulichen Möglichkeiten der hiesigen Landwirte.

"Niemand kann ernsthaft wollen, dass die Kartoffeln auf unseren Wochenmärkten aus Nordafrika oder Übersee kommen und dass wir Rapssaat und -öl aus der Ukraine importieren", erklärte IVA-Präsident Manfred Hudetz. Er gibt zu bedenken, dass Regionalität nicht "von selbst" passiere. Vielmehr müsse man dafür sorgen, dass der Anbau wichtiger Kulturen für heimische Landwirte attraktiv bleibe. "Deutsche Sonderregeln" und lange Verzögerungen bei der Wirkstoffzulassung stünden dem jedoch entgegen. Hudetz fordert deshalb, dass Pflanzenschutz als "Teil der Lösung" Thema beim Agrargipfel der Bundesregierung ist.

Nach Darstellung des stellvertretenden UFOP-Vorsitzenden Dietmar Brauer sind bodenbürtige Rapsschädlinge seit dem Verbot neonikotinoider Beizen im Jahr 2013 nicht mehr effektiv bekämpfbar, da es an alternativen Beizmitteln fehle. Zudem fördere eine zunehmende Einschränkung von Wirkstoffen in der herkömmlichen Pflanzenspritzung Resistenzen bei anderen Schädlingen. In Reaktion darauf verlagerten immer mehr Züchter die Rapssaatgutaufbereitung ins Ausland. Dies sorge für teure Reimporte und stillstehende Beizanlagen in Deutschland, beklagte Brauer. Diese Entwicklung ist ihm zufolge aufgrund einer immer engeren Wirkstoffauswahl auch in anderen Bereichen zu erkennen.

Laut Brauer ruft die UFOP deshalb die deutschen Zulassungsbehörden auf, im Rahmen des Pflanzenschutzrechts der deutschen Landwirtschaft unter Einhaltung geltender Zulassungsfristen "wirksame Pflanzenschutzlösungen" zur Verfügung zu stellen. Dabei dürfe es keinen deutschen Sonderweg in der nationalen Bewertung geben, der die Wettbewerbsfähigkeit des hiesigen Anbaus in Frage stelle, mahnte Brauer.

Vor ähnlichen Problemen stehen nach Angaben des Vizepräsidenten vom Niedersächsischen Landvolk, Dr. Holger Hennies, auch die deutschen Kartoffelvermehrer. Auch hier sei nach dem Wegfall bewährter Wirkstoffe keine ausreichende Mittelpalette mehr zur erfolgreichen Blattlausbekämpfung und für ein effektives Resistenzmanagement vorhanden. Damit stehe der Übertragung von Viruskrankheiten kein ernsthaftes Hindernis mehr im Weg, warnte Hennies. Da so immer mehr kranke Pflanzkartoffeln nicht zertifiziert werden könnten, werde die regionale Wertschöpfungskette bei Kartoffeln bereits zu Beginn geschwächt. Am Ende kämen immer weniger heimische Kartoffeln auf den Markt und müssten durch Importe ersetzt werden, gab Hennies zu bedenken. Auch er drängt deshalb auf tragfähige Lösungen in der Pflanzenschutzzulassung. AgE

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Markttipps

Der Anbau von Konsumkartoffeln in den wichtigsten nordwesteuropäischen Erzeugerländern dürfte zur Ernte 2020 erneut ausgeweitet werden und bei durchschnittlichen Wachstumsbedingungen zu Preisdruck bei der freien Ware führen. Davor hat gestern die Organisation Nordwesteuropäischer Kartoffelanbauer (NEPG) mit Verweis auf den entsprechenden Trend der vergangenen Jahre gewarnt.

Im vergangenen Jahr waren der Vereinigung zufolge in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Belgien auf insgesamt 614 000 ha Kartoffeln angebaut worden; das waren 2,6 % mehr als 2019, und der Fünfjahresdurchschnitt wurde um 9 % übertroffen. Die kräftigsten Flächenzuwächse wurden dabei für Frankreich, Belgien und Deutschland verzeichnet.

Die NEPG sieht den Aufwärtstrend trotz der guten Nachfrage aus der Verarbeitungsindustrie und in geringerem Maße auch aus dem Ausland als Risiko. Ein wichtiger Grund für die zunehmende Konzentration auf den Kartoffelanbau sei die preislich bedingte Einschränkung der Zuckerrübenfläche. Außerdem werde die Kartoffelerzeugung in den Niederlanden auf Sandböden ausgedehnt, weil Betriebe mit Tierhaltung dort die Produktion einstellten und damit entsprechende Flächen freisetzten.

Die Kartoffelernte in der noch laufenden Saison in den fünf nordwesteuropäischen Ländern dürfte laut NEPG mit schätzungsweise 26,9 Mio t durchschnittlich ausfallen. Etwa 1 % bis 2 % der Flächen seien noch immer nicht abgeerntet worden. Die Qualität der Lagerware sei unter dem Strich gut. Der Export habe sich überwiegend "normal" entwickelt.

Derweil warnte der niederländische Ackerbauerverband (NAV) vor weiter steigenden Kosten im Kartoffelanbau. Im Einzelnen wird unter anderem mit Mehrausgaben für die Lagerung um 0,03 Euro/kg Kartoffeln gerechnet. Zudem hätten die Kulturen mit dem Klimawandel, einem steigenden Krankheitsdruck und neuen Schädlingen zu kämpfen. Gleichzeitig würden aber die Gesetze für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln verschärft, hieß es.

An der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig wurde der Kontrakt auf Verarbeitungskartoffeln mit Fälligkeit im April 2020 heute Morgen gegen 11.20 Uhr für 18,20 Euro/dt gehandelt. Demgegenüber wurde für den Apriltermin 2021 ein Abschlag von 2,80 Euro/t verzeichnet; er wurde für 15,40 Euro/dt gehandelt. AgE

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Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) gibt sich kämpferisch, was die künftige Rolle der Milcherzeuger in der Lieferkette angeht. Die Landwirte hätten sich in den letzten Jahren täuschen lassen, sagte der Sprecher des BDM-Bundesbeirats, Johannes Pfaller, beim diesjährigen Symposium des Verbandes am vergangenen Samstag in Berlin. Während die Molkereien längst auf die gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit eingegangen wären, seien die Milchbauern spätestens nach dem Ende der Milchquote auf die Versprechungen des Marktes hereingefallen und hätten in der Produktion "Vollgas" gegeben. Nun stehe man vor dem Problem hoher gesellschaftlicher Anforderungen und unzureichender Preise, während die Verarbeiter stets Geld verdienten, egal ob der Markt oben oder unten sei.

Inzwischen gingen alle Landwirte zu Recht auf die Straßen, um gegen hohe politische und regulatorische Bürden zu protestieren, sagte Pfaller. Eine Verhinderung oder Verschiebung der aktuellen politischen Forderungen sei jedoch keine Lösung. Dadurch würden die Herausforderungen nicht bewältigt, und erfahrungsgemäß sei im Milchsektor damit zu rechnen, dass ähnliche Auflagen dann zu einem späteren Zeitpunkt von den Molkereien kämen.

Wichtiger wäre es Pfaller zufolge, am eigentlichen "Kernproblem" anzusetzen: Die Landwirte müssten in die Lage versetzt werden, Veränderungen - egal ob politisch oder vom Markt gewollt - wirtschaftlich tragen zu können. Dafür müssten die Einkommen der Bauern über "faire Preise" nachhaltig verbessert werden, verlangte der Beirats-Sprecher. Diese Forderung ist nach seinem Dafürhalten "mehrheitsfähig". "Faire Preise" für Erzeuger fänden schließlich eine breite Unterstützung in Gesellschaft, Medien und Politik.

Gegner sieht Faller hingegen in den Molkereien, aber auch in etablierten Branchenverbänden wie dem Deutschen Bauernverband (DBV). Er rief deshalb die Milcherzeuger dazu auf, "alte Strukturen" aufzubrechen und "Mut zur Unabhängigkeit" zu haben. AgE

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In Dänemark zeichnet sich ein neuer Rekord beim Exportgeschäft mit Milch und Milchprodukten ab. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes erreichten die Ausfuhren des Sektors in den ersten zehn Monaten 2019 einen Gesamtwert umgerechnet 2,40 Mrd Euro; das waren rund 3 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Ausgehend von den saisonal üblichen Liefermengen sei es daher durchaus möglich, dass die Exporte im Kalenderjahr 2019 den bisherigen Höchstwert des Jahres 2018 mit damals 2,82 Mrd Euro übertreffen werden, erklärte das Statistikamt.

Angetrieben wurde das Geschäft im Berichtszeitraum nach Behördenangaben auch durch ein deutliches Exportwachstum bei Vollmilch- und Molkepulver sowie anderen Konzentraten. Bei den konservierten und konzentrierten Milcherzeugnissen seien die Ausfuhren insgesamt um 12 % auf knapp 77 Mio Euro gestiegen.

Bei den Absatzmärkten hatte erneut Deutschland die Nase vorn. Mit einem Warenwert von rund 401 Mio Euro blieb die Bundesrepublik laut Statistikbehörde der wichtigste Einzelabnehmer für dänische Milchprodukte. Deutlich aufgeholt habe jedoch China mit einem Plus von 25 %. Mit 187,3 Mio Euro sei das Reich der Mitte inzwischen nach Deutschland, Schweden und Großbritannien im Berichtszeitraum Dänemarks wichtigster Kunde gewesen, bilanzierte die Behörde. AgE

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