Aktuelles

Das WIR ist unsere Stärke! erstellt am: 13.11.18

News

Was in Deutschland schon längst Realität ist, soll nun auch in Dänemark kommen: Landwirtschaftsminister Rasmus Prehn will aus der Käfighaltung bei Legehennen aussteigen. Der erst in der vergangenen Woche ins Amt eingesetzte Minister gab gestern den Startschuss für einen Branchendialog, bei dem die Modalitäten eines vollständigen Endes dieser Haltungsform diskutiert werden sollen. Nach Angaben des Kopenhagener Agrarressorts stammen heute noch etwa 10 % der in Dänemark verkauften Eier aus heimischer Käfighaltung. Vor zehn Jahren waren es 61 %.
"Das Tierwohl in der Legehennenhaltung muss verbessert werden", stellte Prehn klar. Dies müsse jedoch in einem Tempo geschehen, bei dem die Landwirte Schritt halten und sich anpassen könnten. Aktuell im dänischen Parlament diskutierten Anträgen, die auf ein Komplettverbot der Käfighaltung bis Ende 2022 abzielen, erteilte der Minister daher eine Absage. Dieser Zeitraum sei zu kurz und würde zu Lasten der heimischen Erzeugung gehen, warnte der Ressortchef.

Prehn will nun gemeinsam mit den Betroffenen über einen zeitnahen und wirtschaftlich tragfähigen Ausstieg reden. Die in Dänemark aktuell noch zugelassenen Käfige sind laut dem Landwirtschaftsministerium für maximal zehn Hennen ausgelegt, was 750 cm2 pro Tier entspricht. Die hierbei erzeugten Eier werden vorrangig an Kantinen, Restaurants und die Lebensmittelindustrie ausgeliefert. In Supermärkten sind Frischeier aus dieser Haltungsform auch in Dänemark kaum noch zu finden. AgE

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Der Bundesrat will den ordentlichen Holzeinschlag bei Fichten im Forstwirtschaftsjahr 2021 auf 85 % beschränken. Einem entsprechenden Verordnungsentwurf hat die Länderkammer heute zugestimmt. Dieser fußt auf einem Antrag Nordrhein-Westfalens, das allerdings eine Beschränkung auf 70 % und eine Erstreckung der Maßnahme auch auf das Forstwirtschaftsjahr 2022 vorgeschlagen hatte. Ziel der Maßnahme sei es, den durch den hohen Schadholzanfall entstandenen Marktstörungen entgegenzuwirken, erklärte der Bundesrat.
Nach Schätzungen seien in den Jahren 2018 bis Mitte 2020 bereits insgesamt 131 Mio m³ Nadelschadholz angefallen. Von Schäden betroffen sei überwiegend die Fichte, stellte die Länderkammer fest. Die Schwerpunkte lägen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Thüringen und Sachsen. Die regionalen Überangebote durch Schadholz führten aber auch in Bundesländern, deren Wälder nicht so stark vom Schädlingsbefall betroffen seien, zu einer erheblichen Marktstörung. Mit der bundesweiten Begrenzung des ordentlichen Holzeinschlags der Fichte könne den negativen Auswirkungen der Schadereignisse auf den Holzmarkt wirksam begegnet werden. Als Nebenfolge könne mit der Begrenzung außerdem eine steuerliche Erleichterung für alle Waldbesitzer geschaffen werden, die von Kalamitätsnutzungen betroffen seien.

Eine deutschlandweite Beschränkung des Fichteneinschlages um 30 % für die Dauer von zwei Forstwirtschaftsjahren, wie von Nordrhein-Westfalen vorgeschlagen, wäre nach Einschätzung des Bundesrates zu weit in die Zukunft gerichtet gewesen. Die Länderkammer verwies in dem Zusammenhang auf die positiven Signale auf dem Holzmarkt, die bestehenden Liquiditätsengpässe vieler Waldbesitzer und die klimawandelbedingte Zunahme von Extremwetterereignissen. Die Reduktion des Einschlags auf 15 % beziehungsweise nur ein Forstwirtschaftsjahr erscheine vor der aktuellen Sachlage zielgerichteter. Der Beschluss wurde der Bundesregierung zugeleitet. AgE

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Rasche Maßnahmen zur Abwendung eines weiteren Strukturbruchs in der Schweinehaltung hat der Deutsche Bauernverband (DBV) angemahnt. "Unsere Schweinhalter erleben derzeit die größte Krise seit Jahrzehnten", erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied vor dem heutigen Krisentreffen von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit ihren Amtskollegen aus den Ländern zur prekären Lage am Schweinemarkt. Die Schlachtkapazitäten sind Rukwied zufolge weiter knapp, der Stau in den Ställen dadurch unverändert groß und das Preisniveau für die Schweinebauern ruinös.
In den vergangenen zehn Jahren habe nahezu die Hälfte aller Schweinehalter den Betrieb eingestellt, erinnerte der DBV-Präsident. Diese Entwicklung dürfe sich nicht fortsetzen. "Wenn wir weiter Schweinefleisch aus Deutschland auf dem Tisch haben wollen, dann brauchen unsere Schweinehalter jetzt ein klares Signal, dass Schweinehaltung in Deutschland weiterhin gewünscht ist. Allein können die Bauern diese Krise nicht schultern", so Rukwied.

Klöckner will mit ihren Länderkollegen bei dem Krisentreffen heute Vormittag unter anderen über mögliche Beihilfen zur Privaten Lagerhaltung (PLH) sprechen. Damit die PLH eine marktstabilisierende Wirkung entfaltet, kommt es der Ministerin zufolge auf das richtige Timing des Markteingriffs an. Diskutieren wollen die Ressortchefs bei ihrer Videoschalte außerdem über eine mögliche finanzielle Förderung des Ausstiegs aus der Sauenhaltung. Ein solches Programm zur Bestandsreduzierung stellt aus Sicht Klöckners allerdings eine einschneidende Strukturmaßnahme dar. Sie warnt in diesem Zusammenhang vor einer stärkeren Konzentration der Tierhaltung und einem weiter rückläufigen Selbstversorgungsgrad. AgE

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Markttipps

Getreide und Milch erstellt am: 27.11.20
Nach kräftigen Gewinnen sind die Getreide-Futures teilweise durch eine scharfe Preiskorrektur gegangen. Vor allem die nach unten korrigierte Pflanzenbonitierung und die globale Nachfrage hatten die Kurse zuvor immer weiter nach oben getrieben. Insgesamt zeigen sich die meisten Marktteilnehmer aufgrund der Nachrichtenlage weiterhin bullisch gestimmt. Ob die Abwärtsbewegung sich mit dem Start des Börse heute weiterdurchsetzt bleibt dementsprechend abzuwarten.
Preissteigernde Faktoren sind die globale Nachfrage, die Dürre und Trockenheit in den USA, sowie ein möglicher Corona Impfstoff.
Preissenkende Faktoren sind die globale konjunkturelle Lage, die andauernde Corona Pandemie und der Wetterumschwung.

Bei der Milch zeigt sich vor allem der Buttermarkt derzeit zwiegespalten. Während der Absatz im LEH deutlich Impulse verzeichnen konnten wiegen die Folgen der Anti-Coronamaßnahmen bei der Nachfrage von Blockbutter schwer. Viele Marktteilnehmer zeigen sich verunsichert und warten ab. Ebenso präsentiert sich der Markt für Käse. Auch hier hat sich die Nachfrage stark verschoben. Während die Gastronomie kaum Ware anfragt steigt der Konsum der privaten Haushalte können zumindest in Teilen den Markt stabilisieren. Wie sich der verlängerte Lock-Down auf den Milchmarkt auswirkt wird sich in den kommenden Woche zeigen. Mit den wieder steigenden Anliefermengen könnte der Markt erneut unter Druck geraten.
Preissteigernde Faktoren sind das anlaufende Weihnachtsgeschäft, kleiner Anliefermengen und das steigende Geschäft mit Drittländern.
Preissenkende Faktoren sind auch hier die Folgen der Corona Pandemie, die günstigen Offerten aus dem Ausland und der Euro/Dollar Kurs.

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In Niedersachsen hat im Wirtschaftsjahr 2019/20 ein Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe weniger als 30 000 Euro verdient. Das berichtete der Präsident der Landwirtschaftskammer, Gerhard Schwetje, heute bei der Kammerversammlung. Nach seinen Worten hat die Auswertung der Jahresabschlüsse des Testbetriebsnetzes außerdem gezeigt, dass nur knapp die Hälfte der Familienbetriebe mindestens 60 000 Euro erwirtschaften konnte. Mehr als 10 % der Haupterwerbsbetriebe hätten sogar in der Verlustzone gelegen, vor allem im dürre- und mäusegeplagten Futterbau.
Nach Angaben der Kammer belief sich das Durchschnittsergebnis der niedersächsischen Betriebe 2019/20 auf 72 200 Euro. Gegenüber dem Vorjahr entsprach das einem Plus von 17,4 %, das Fünfjahresmittel wurde sogar um mehr als ein Viertel übertroffen. Zurückzuführen war das vor allem auf die Veredlungsbetriebe, deren Gewinn im Mittel um mehr als 170 % auf 113 700 Euro zulegte.

Die Verbundbetriebe konnten ihr Durchschnittsergebnis laut Kammerangaben um 86,4 % auf 64 500 Euro steigern. Deutlich schlechter verlief das Wirtschaftsjahr 2019/20 für die Futter- und Ackerbauern in Niedersachsen. Der Unternehmensgewinn im Futterbau ging der Kammer zufolge im Mittel um 7,4 % auf 59 700 Euro zurück, im Ackerbau sogar um 14,0 % auf 77 500 Euro.

Laut Schwetje haben die Schweinehalter von der Nachfrage in Asien profitiert und Rekordergebnisse eingefahren, was auch im Durchschnittsergebnis deutlich positive Spuren hinterlassen habe. Erfreulicherweise habe die Ferkelerzeugung am stärksten profitieren können. Als "ernüchternd" bezeichnete der Kammerpräsident die Zahlen der Ackerbaubetriebe. Die Dürre habe im dritten Jahr in Folge massive Auswirkungen auf die Erträge gehabt.

Auch die Futter- und Milcherzeuger sind nach Schwetjes Worten nicht gut durchs Jahr gekommen. Nachdem sich die Gewinne der Futterbaubetriebe bereits 2018/19 nahezu halbiert hätten, sei es auch im Folgejahr nicht gelungen, die Ergebnisse zu stabilisieren. Der wieder einmal rückläufige Milchpreis habe zwar durch Leistungssteigerungen kompensiert werden können; die vielerorts erneut widrigen Grundfutterernten hätten jedoch deutlich höhere Kosten verursacht. Die Dürre habe zudem auch auf dem Schlachtmarkt für Rinder deutliche Spuren hinterlassen.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verwies der Kammerpräsident auf den Kontrast der aktuellen Situation zum abgelaufenen Geschäftsjahr. "Eine so elementare und vielleicht sogar schon dramatische Diskrepanz haben wir noch nie verkraften müssen", so Schwetje. Das lasse sich besonders am Schweinemarkt verdeutlichen, aber auch andernorts sehe es aktuell nicht besser aus. Weiterhin rückläufige Kartoffel-, Milch- und Rindfleischpreise ließen die heutige Situation tatsächlich "regelrecht dramatisch" erscheinen. AgE

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Während der Fleischverbrauch insgesamt seit einigen Jahren weitgehend unverändert bei etwa 60 kg pro Kopf und Jahr liegt, sinkt der Verbrauch von Schweinefleisch im Durchschnitt um jährlich 370 g pro Kopf. Dagegen steigt der Verbrauch von Rind- und Kalbfleisch sowie Geflügel weiterhin an. Das zeigen die Trendanalysen zum Lebensmittelverbrauch auf Basis der Agrarstatistik, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihrem gestern vorgestellten 14. Ernährungsbericht präsentiert werden. Demnach sind bei Milch und Milchprodukten tendenziell sinkende Verbrauchsmengen erkennbar. Am stärksten ist der Rückgang bei Milch mit 330 g pro Kopf und Jahr. Lediglich der Verzehr von Käse nimmt weiter zu.

Der Verbrauch von Gemüse steigt weiter an und lag 2018 bei 104 kg pro Kopf und Jahr. Signifikante Zuwächse gab es bei Tomaten, Möhren und Roten Rüben sowie Zwiebelgemüse. Auch Hülsenfrüchte steigen in der Gunst der Verbraucher. Bei Obst zeigt sich dagegen ein deutlicher Verbrauchsrückgang um 720 g pro Kopf und Jahr. Besonders betroffen sind Äpfel, Birnen, Tafeltrauben und Apfelsinen. Im Trend liegen hingegen Beeren- und Schalenobst. Stabil geblieben ist der Verbrauch von Erdbeeren, Trockenfrüchten, Kirschen, Pflaumen/Zwetschgen, Aprikosen und Pfirsichen.

Zwar hat der Nahrungsverbrauch von Weizenmehl seit 2007 um durchschnittlich rund 300 g pro Kopf und Jahr signifikant zugenommen. Die Abnahme des Verbrauchs von Roggenmehl sowie Brot und Brötchen führen insgesamt jedoch zu einem Rückgang des Verbrauchs an Getreideerzeugnissen. Auch der Verbrauch an frischen Kartoffeln ist mit 840 g pro Kopf und Jahr statistisch signifikant gesunken.

Die DGE wertet den seit Jahren positiven Trend beim Gemüseverbrauch als erfreulich. Negativ schlage der seit 2010 rückläufige Obstverbrauch zu Buche. Das gilt auch für den sinkenden Verbrauch bei den Getreideerzeugnissen. Der steigende Verbrauch an Käse sowie Rind-, Kalb- und Geflügelfleisch steht laut DGE nicht im Einklang mit dem Ziel einer pflanzenbetonten Ernährung. Zwar seien tierische Lebensmittel nach den ihren "zehn Regeln" eine wertvolle Ergänzung der Ernährung und erleichterten eine bedarfsdeckende Nährstoffversorgung, so die Ernährungsexperten. Da sie aber auch oft fettreich seien und vor allem gesättigte Fettsäuren lieferten, sollte ihr Verzehr nur in kleinen Mengen erfolgen. Auf diese Weise könnten gleichzeitig unerwünschte Folgen für Gesundheit und Klima gemindert werden. AgE

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