Aktuelles

Maßnahmen für den sicheren Umgang mit Getreide, Ölsaaten und Leguminosen. "Hinweise zu Transportfolgen, spezifischen Reinigungsverfahren sowie weiteren unerwünschten Vorfrachten enthält u.a. die Datenbank Ladungen/Straßentransporte  und der QS-Leitfaden Futtermittelwirtschaft (Kapitel 5). "
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Das WIR ist unsere Stärke! erstellt am: 13.11.18

News

Die große Importnachfrage für Schweinefleisch in China sowie gestiegene Verkaufspreise haben die Einnahmen der Schweinefleischexporteure in der Europäischen Union nach oben schnellen lassen. Aktuellen Angaben der EU-Kommission zufolge belief sich der Ausfuhrwert von Januar bis August 2019 auf insgesamt 5,80 Mrd Euro; das waren 1,06 Mrd Euro oder 22,5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Einschließlich Verarbeitungsware und Schlachtnebenerzeugnissen wurden rund 2,96 Mio t Schweinefleisch in Drittstaaten geliefert; was einem Zuwachs von 389 400 t beziehungsweise 15,2 % entsprach.

Vor allem der gewachsene Einfuhrbedarf Chinas infolge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) belebte das Ausfuhrgeschäft. In den ersten acht Monaten kaufte die Volksrepublik in der Gemeinschaft 1,32 Mio t Schweinefleisch; das war rund die Hälfte mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Wert der dorthin exportierten Ware legte sogar um 85,4 % auf 2,16 Mrd Euro zu. Grund ist, dass die Chinesen nicht nur mehr Schlachtnebenerzeugnisse zu höheren Preisen abnahmen, sondern vor allem auch mehr teure Teilstücke wie Schinken oder Koteletts bestellten.

Auch Japan als zweitwichtigster EU-Kunde fragte mehr Schweinefleisch in der EU nach; die Lieferungen dorthin stiegen gegenüber den ersten acht Monaten 2018 um 7,0 % auf 327 800 t. Zudem nahmen die Ausfuhren in das ebenfalls unter den ASP-Folgen leidende Vietnam um ein Drittel auf 65 760 t zu. Andere Großkunden wie Südkorea, Philippinen, Hongkong oder die USA orderten dagegen weniger Ware in den Mitgliedstaaten. Neben der höheren Selbstversorgung in einigen Ländern dürften dazu auch die gestiegenen Preise beigetragen haben.

Die deutschen Anbieter von Schweinefleisch profitierten von der international regen Nachfrage und konnten ihre Drittlandsexporte von Januar bis August im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16,4 % auf 662 350 t steigern. Noch besser lief es für die Spanier mit einem Absatzplus von 25,4 % auf 716 120 t, die damit ihre Spitzenposition in der EU ausbauten. Praktisch alle Mitgliedstaaten konnten ihre Ausfuhren in Drittländer steigern, mit Ausnahme von Belgien. Dort brach aufgrund bestehender Einfuhrverbote wegen der ASP der Absatz am Weltmarkt um fast die Hälfte auf 31 400 t ein. AgE

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Zurückhaltend bewertet der Deutsche Bauernverband (DBV) die heute vom Bundestag beschlossene Reform der Grundsteuer. "Grundsätzlich setzt die Reform richtig an, nämlich an der Ertragsfähigkeit der land- und forstwirtschaftlichen Flächen", erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken. Die Vermeidung einer Substanzbesteuerung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe und Flächen sei für den Bauernverband essentiell. Man werde jetzt genau prüfen, ob eine Länderoption der bessere Weg sei.
Kritische Punkte in dem Gesetz sieht Krüsken bei den Zuschlägen für Tierhaltung und Sonderkulturen, bei den Wohngebäuden auf den Höfen und bei den bäuerlichen Tierhaltungskooperationen. "Wir erwarten, dass die Zusage der Regierungskoalition für eine umfassende Ersatzlösung bei den Tierhaltungskooperationen im Jahressteuergesetz eingelöst wird", betonte der Generalsekretär.

Die Familienbetriebe Land und Forst begrüßten die Verankerung eines Denkmalabschlags im Grundsteuerreformgesetz. "Damit werden rund 500 000 private Denkmalbesitzer eine Anerkennung für ihren persönlichen Einsatz zum Erhalt des baulichen Kulturerbes im Interesse der Allgemeinheit erhalten", erklärte Hubertus von Dallwitz vom Bündnis Privates Denkmaleigentum. Mit dem Steuernachlass würden die Belastungen privater Denkmaleigentümer durch die gesetzliche Erhaltungspflicht, das Veränderungsverbot, Nutzungseinschränkungen und große Unterhaltslasten gewürdigt. AgE

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Die geltende Sonderregelung für bäuerliche Tierhaltungskooperationen bleibt erhalten. Der agrarpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Albert Stegemann, bestätigte heute eine entsprechende Verständigung der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD. Demnach bleibt es zwar bei der vorgesehenen Streichung von § 51a Bewertungsgesetz im Zuge der Grundsteuerreform, die morgen vom Bundestag beschlossen wird. Gleichzeitig sollen die Vorschriften dieses Paragraphen aber inhaltsgleich in das Jahressteuergesetz 2019 übernommen werden, das kommende Woche auf der Tagesordnung des Bundestages steht.

Stegemann sprach von einer guten Nachricht für die kooperierenden Landwirte. "Kooperationen sind gelebte bäuerliche Landwirtschaft", betonte der CDU-Politiker. Man werde daher die geltenden Regelungen des Bewertungsgesetzes im Rahmen des Jahressteuergesetzes fortschreiben.

Eine Streichung der Sonderregelung zu Tierhaltungskooperationen hätte erhebliche steuerliche Konsequenzen. Die Möglichkeit zur Umsatzsteuerpauschalierung würde dann entfallen. Die Betriebe würden gewerbesteuerpflichtig und unterlägen der Grundsteuer B. Auch die baurechtliche Privilegierung im Außenbereich würde für die Tierhaltungskooperationen nicht mehr gelten.

Die Vorschriften des § 51a Bewertungsgesetz gelten für Zusammenschlüsse von landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben im Umkreis von 40 km, die eine gemeinsame Tierhaltung betreiben. Die dabei gebildeten Gesellschaften werden auch ohne eigene landwirtschaftliche Flächen nicht als gewerblich eingestuft, weil sich bei der Abgrenzung zwischen landwirtschaftlicher und gewerblicher Tierhaltung der beteiligten Betriebe ungenutzte Vieheinheiten auf die Gesellschaft übertragen lassen. AgE

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Markttipps

Anfang Oktober nahm das Rohstoffaufkommen in Deutschland saisonal weiter ab. Das Vorjahresniveau wurde zuletzt nur noch leicht übertroffen. Die Preise an den Konzentratmärkten tendierten über die Monatsmitte bei reger Nachfrage und teils begrenzter Verfügbarkeit etwas fester.
In der ersten Oktoberwoche hat sich der saisonale Rückgang der Milchanlieferung in Deutschland fortgesetzt und im Vergleich zur vorangegangenen Woche verstärkt. Die angedienten Mengen lagen mit 0,1 % nur noch knapp über denen der entsprechenden Referenzwoche von 2018.

Zuletzt wurde das Rohmilchaufkommen von den Marktteilnehmern als ausreichend beschrieben, dennoch macht sich der nahende Saisontiefpunkt dem Vernehmen nach regional in einem knapper werdenden Angebot bemerkbar.

Der Geschäftsverlauf an den Märkten für Industrierahm und Magermilchkonzentrat stellte sich Mitte Oktober im Vergleich zur Vorwoche etwas lebhafter dar. Das Angebot an Magermilchkonzentrat war weiterhin begrenzt. Dem stand eine rege Nachfrage gegenüber, die auch aus den guten Verwertungsmöglichkeiten des Rohstoffs über Magermilchpulver resultierte. Insgesamt tendierten die Preise dadurch in der Berichtswoche nochmals fester.

Auch am Markt für Industrierahm wurde Mitte Oktober von einer regen Nachfrage berichtet. Dennoch stand ausreichend Rohstoff für bestehende Lieferverpflichtungen und kurzfristige Anfragen zur Verfügung. Insgesamt führte dies in der Berichtswoche zu leicht festeren Tendenzen. (AMI)

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Während die Weizenkursen kräftig von Wachstums- und Erntebehinderungen unterstützt wurden und ihren Weg nach oben fortsetzten, konnte Mais sich nur knapp behaupten. Verbesserte Wetterprognosen könnten das Erntetempo steigern.
Die Weizenkurse in Chicago konnten sich in der vergangenen Berichtswoche um umgerechnet 4 auf 171 EUR/t befestigen. Damit führen sie ihre Rallye fort, die sie am 03.09.2019 begonnen hatten, seitdem haben sie um umgerechnet 66 EUR/t zugelegt. Zunächst gerieten sie durch die jüngste Schätzung des USDA aber unter Druck, da das Ministerium die US- und auch die weltweite Vorratsprognose anhob. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang gerechnet. Unterstützung kam dann aber von ungünstigen Erntebedingungen für Sommerweizen in Kanada und den Dakotas, welche die Sorge um die Weizenqualität in den beiden Ländern schürte.
Zudem herrscht in wichtigen argentinischen Anbaugebieten weiterhin eine Dürre, die die Analysten bereits dazu veranlasst hat, ihre Ernteprognosen 2019/20 zu kürzen. Eine kleinere argentinische Ernte würde das weltweite Weizenangebot reduzieren und so die Preise hoch treiben. Die US-Exportzahlen von Weizen lagen im erwarteten Rahmen und lösten daher kaum Kursbewegung aus. Zum Zuge kamen die USA jüngst bei einer japanischen Ausschreibung, von 115.800 t stammten 36.000 t aus den USA, die restlichen Mengen liefern Kanada und Australien. (AMI)

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Die Maissaison 2019/20 beginnt mit getrübten Ernteaussichten auf der Nordhalbkugel sowie anhaltenden Spannungen in den Handelsbeziehungen mit den USA. Während das eine für feste Notierungen sorgt, belastet das US-Überangebot. In diesem Spannungsfeld beginnt in Deutschland die Körnermaisernte, die bislang unter keinem guten Stern stand. Neben den schwachen Erträgen sind nun auch noch die Erzeugerpreise abgesackt und die Ukraine steht erneut mit immensen Exporten in den Startlöchern.

Weltweit geringere Ernte

Der internationale Getreiderat IGC hat seine Prognose zur weltweite Maiserzeugung 2019/20 gegenüber Vormonat leicht gesenkt. Mit 1,099 Mrd. t werden aktuell 31 Mio. t weniger erwartet als im Vorjahr mit 1,13 Mrd. Diese Abnahme ist vor allem auf kleinere Ernten in den USA, in der EU-28 sowie in der Ukraine zurückzuführen. Nur in Brasilien soll es 2019/20 mehr Mais geben als im Vorjahr. Mit Anfangsbeständen in Höhe von 326 Mio. t wird das globale Gesamtangebot an Mais auf 1,4 Mrd. t geschätzt, 4 Mio. t unter Vorjahresniveau. Dieser Umstand wird der Nachfrage aber keinen Abbruch tun; mit 1,14 Mio. t wird der Weltverbrauch nur marginal unter Vorjahreshöhe taxiert. Das Minus in Chinas Futterverbrauch, hervorgerufen durch die grassierende Schweinegrippe, und in der EU aufgrund der komfortablen Versorgung mit Gerste und Weizen, wird durch einen Verbrauchsanstieg in Südamerika sowie insgesamt einem Nachfrageplus in der industriellen Verwertung ausgeglichen. Auch der weltweite Handel wird mit geschätzten 165 Mio. t nahe am vorjährigen Rekordniveau bleiben, wobei die USA Exportanteile an Brasilien abgeben werden.

Schleppender Erntestart in Deutschland Die Vermarktung von neuerntigem Getreide läuft stetig, aber nicht so kraftvoll wie vor einem Jahr. Neben der etwas geringeren Nachfrage sind es auch die logistischen Probleme, die den Warenfluss bremsen. Die Niedrigwasserproblematik dürfte mit den jüngsten Regenfällen vom Tisch zu sein, aber Frachtraum, besonders auf der Straße, bleibt knapp und teuer. Neugeschäfte laufen jetzt erst wieder spürbar an, nachdem im August und September vor allem Kontrakte abgewickelt wurde. Die Aussicht auf Gerstenexport Richtung Saudi-Arabien beflügelte den Futtergetreidemarkt. Lebhafte Weizenexportgeschäft führten am Terminmarkt zu steigenden Kursen, wovon Mais kaum profitieren konnte. Hier sorgt die anlaufende Ernte für Preisdruck. Anfang Oktober erhielten Erzeuger Gebote um 145 EUR/t frei Erfasser für neuerntigen Körnermais und 170 EUR/t für alterntige Ware, die allerdings so gut wie ausverkauft ist. Aufgrund der unsicheren Ertragsentwicklung haben sich Erzeuger zuletzt nicht mehr von Mais getrennt und halten die Partien als Puffer, sollte die Ernte 2019 niedrige Ergebnisse bringen, zurück.

Körnermais billiger, Silomais teurer als im Vorjahr

Gleichzeitig verliert Mais gegenüber Futterweizen und -gerste an Wettbewerbsfähigkeit. Beide Rohstoffe sind, trotz zuletzt anziehender Preise, weiterhin teils deutlich billiger als Mais und das obgleich er auf Großhandelsebene an Wert eingebüßt hat. Seit Monatsbeginn dominieren die Gespräche über die Maisernte 2019, alterntige Partien rutschen aus dem Fokus. Auch die Preise am Kassamarkt spiegeln auf Großhandelsebene nur noch die Ernte 2019 wider und dafür wird durchweg 10 EUR/t weniger geboten als noch Ende September für alterntige Partien. In der 41. KW wurden franko Südoldenburg 183 EUR/t genannt und damit 12 EUR/t weniger als im Oktober 2018. (AMI)
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