Aktuelles

Maßnahmen für den sicheren Umgang mit Getreide, Ölsaaten und Leguminosen. "Hinweise zu Transportfolgen, spezifischen Reinigungsverfahren sowie weiteren unerwünschten Vorfrachten enthält u.a. die Datenbank Ladungen/Straßentransporte  und der QS-Leitfaden Futtermittelwirtschaft (Kapitel 5). "
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Das WIR ist unsere Stärke! erstellt am: 13.11.18

News

Bundesrat vertagt Entscheidung erstellt am: 15.02.20
Der Bundesrat hat seine Entscheidung zur Neuregelung der Kastenstandhaltung von Sauen vertagt. Überraschend hat die Länderkammer den Verordnungsentwurf der Bundesregierung zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung auf Antrag von Hessen heute Morgen kurzfristig von der Tagesordnung abgesetzt. Offenbar wäre in der Sitzung keine Mehrheit für die Annahme der Verordnung zustande gekommen .
Bis zuletzt hatte es Streit um die Verordnung gegeben. Der Agrarausschuss hatte empfohlen, der Vorlage nach Maßgabe von mehr als 20 Änderungen zuzustimmen. Ein Teil davon wäre für das Bundeslandwirtschaftsministerium jedoch ein Verkündungshindernis gewesen. Zudem lagen für die heutige Sitzung fünf Plenaranträge aus Bayern, Niedersachsen und Brandenburg vor. Nachdem eine Probeabstimmung zur Wochenmitte noch ergeben hatte, dass zumindest die vom Agrarressort als kritisch angesehenen Ausschussempfehlungen keine Mehrheit im Plenum erhalten würde, haben sich die Fronten zwischen den Ländern mit grüner Regierungsbeteiligung und denen mit unionsgeführten Agrarressorts wie Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern zuletzt offenbar wieder verhärtet.

Baden-Württembergs CDU-Landwirtschaftsminister Peter Hauk bedauerte die Entscheidung. Man werde die gewonnene Zeit intensiv nutzen und "gemeinsam mit den Verbänden beim Bund und den Ländern weiter für die Belange unserer Betriebe werben", kündigte der Minister an. Baden-Württemberg stehe nach wie vor für eine ausgewogene Lösung, die die Interessen der Bauern mit den gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Tierwohl in den Ställen bestmöglich vereine. Dabei seien die technisch machbaren und wirtschaftlich darstellbaren Maßnahmen als vorgegebener Rahmen zu sehen. Dem ursprünglich vom Bund vorgelegten Vorschlag hätte Baden-Württemberg dem Minister zufolge zustimmen können.

Noch vor Beginn der Bundesratssitzung hatten einige Dutzend Tierschützer und Landwirte gegen die Pläne demonstriert. Während Tierschützer seit Tagen gegen die Pläne des Bundeslandwirtschaftsministerium Sturm laufen und einen sofortigen Ausstieg aus der Kastenstandhaltung fordern, kritisieren Landwirte die Neuregelung als inakzeptabel. AgE

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Die gewerblichen Geflügelhalter in den Niederlanden müssen seit gestern ihre Tiere aufstallen, um einer Infektion ihrer Bestände mit der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) vom Typ H5N8 vorzubeugen. Mit dieser Vorschrift reagierte das Haager Landwirtschaftsministerium auf den Ausbruch der Seuche auf einem Kleinbestand im baden-württembergischen Bretzfeld, der am Montag bestätigt worden war. Ressortchefin Carola Schouten begründete dies mit der Wahrscheinlichkeit, dass das Virus auch lokale wilde Wasservogelpopulationen in anderen Teilen Westeuropas befallen haben könnte. In der Folge sei das Risiko für einen Einschleppung der Krankheit in niederländische Geflügelbestände durch Wildvögel gestiegen.

Dem Ministerium zufolge gilt die Aufstallungspflicht zunächst für vier Wochen. Nach dieser Frist könne die Vorschrift unter der Voraussetzung aufgehoben werden, dass sich die Situation „normalisiert“ habe. Auch die Hygienevorschriften für Geflügeltransporte zwischen Deutschland und den Niederlanden wurden verschärft. So hat die niederländische Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) verfügt, dass die betreffenden Transportfahrzeuge seit gestern vorsichtshalber zwei Mal gereinigt und desinfiziert werden müssen. Diese Anforderungen galten bereits zuvor für Geflügeltransporte zwischen den Niederlanden und Polen, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Tschechien. In diesen Ländern war in den vergangenen Wochen der Ausbruch der Geflügelpest festgestellt worden. AgE

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Eine deutlich schärfere Reglementierung des Flächenverbrauchs fordert der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Gemäß seinem jetzt vorgelegten Grundsatzprogramm zum nachhaltigen Planen und Bauen in Deutschland sollen ab 2030 netto keine Flächen mehr verlorengehen dürfen. Notwendig sei die Erweiterung der Baugesetzgebung um ein Flächenspargesetz, welches verbindlich regle, wie diese "Netto-Null" des Flächenverbrauchs zu erreichen sei, so der NABU. Dieses müsse die Länder verpflichten, ihren Städten und Gemeinden verbindliche Ziele vorzugeben, so dass der Flächenverbrauch wirksam verringert werde, heißt es in dem Grundsatzprogramm.

"Naturschonendes Planen und Bauen sind wichtige Bausteine im Kampf gegen die Arten- und Klimakrise. Eine zeitgemäße Raum- und Stadtplanung nimmt den Druck von den Ökosystemen, unterstützt die Energie- und Verkehrswende und bildet die Grundlage dauerhaft lebenswerter Siedlungen", erklärte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger heute in Berlin. "Netto-Null" bedeutet nach seiner Darstellung nicht, dass nach 2030 keine neuen Bauflächen mehr ausgewiesen und bebaut werden dürften. Vielmehr sollten als Ausgleich für eine Bebauung anderenorts versiegelte Flächen entsiegelt und vor erneuter Bebauung freigehalten werden.

"Nicht der Schutz einer Fläche vor Bebauung muss zukünftig besonders begründet werden, sondern ihre Inanspruchnahme durch Bebauung", verlangt Krüger. Die kommunale Planung müsse sich mehr und mehr auf die sogenannte "doppelte Innenentwicklung" konzentrieren, also auf die Nachverdichtung im Ort bei gleichzeitigem Erhalt von Grünflächen, um so den Flächenfraß an den Stadträndern zu begrenzen.

Um die "Netto-Null" zu erreichen, müssen nach Überzeugung des NABU steuerliche Anreize abgeschafft werden, die Grundstückspekulationen finanziell belohnen. Notwendig sei auch der Verzicht auf "fehlleitende Subventionen". Beispielsweise sollte Baukindergeld nur noch für Bauen im Bestand statt für Neubau gezahlt werden, so der Verband. Auch die Pendlerpauschale sendet ihm zufolge "ein vollkommen falsches Signal". Eine nachhaltige Siedlungsentwicklung müsse eine räumliche Kombination von Wohnen, Arbeiten und Gewerbe zum Ziel haben, betont der NABU. Eine solche "Stadt der kurzen Wege" schone die umgebende Landschaft und reduziere Kosten für eine aufwändige Ver- und Entsorgungsinfrastruktur. AgE

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Markttipps

Preise unter Druck erstellt am: 12.02.20
Am internationalen Rapsmarkt hat sich in den vergangenen Wochen ein Abwärtstrend gebildet. An der Matif in Paris wurde der vordere Maikontrakt für die schwarze Ölfrucht heute Mittag gegen 12.00 Uhr für 390 Euro/t gehandelt; das waren 27 Euro/t oder 6,7 % weniger als das am 10. Januar markierte Laufzeithoch. Gleichzeitig gab der Kontrakt mit Fälligkeit im August 2020 um 9,25 Euro/t oder 2,4 % auf 383,75 Euro/t nach. Analysten begründeten die negative Entwicklung unter anderem mit den Kursverlusten für Palmöl an der Terminbörse in Kuala Lumpur.

Auch an der Terminbörse in New York ging es in den vergangenen Wochen unter dem Strich abwärts für die Canola-Notierungen. Dort verlor der Märzkontrakt seit seinem Jahreshoch vom 10. Januar bis heute gegen 12.30 Uhr nachmittags hiesiger Zeit unter dem Strich 5 % und landete bei 460 Can$/t (316 Euro).

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) wies darauf hin, dass in Kanada unter anderem die hohen Canola-Vorräte auf die Erzeugerpreise drückten. Nach Daten von Statistics Canada habe die betreffende Menge Ende 2019 etwa 70 % der Rapsernte in dem nordamerikanischen Land ausgemacht, die auf 20,1 Mio t veranschlagt werde. Außerdem seien die kanadischen Rapssaatexporte nach China aufgrund des Handelsstreits zwischen den beiden Ländern spürbar zurückgegangen.

Derweil entwickelten sich die Rapsnotierungen an der Mannheimer Produktenbörse zuletzt uneinheitlich. Gestern meldete die Börse für Ware "ex Ernte" eine Preisspanne von 383 Euro/t bis 385 Euro/t, was im Vorwochenvergleich einem Plus von 7 Euro/t entsprach. Dagegen verbilligte sich zertifizierte Ware zur Lieferung von April bis Juni um 2 Euro/t auf 390 Euro/t bis 393 Euro/t. Die Börse berichtete von angebotsbedingt weiterhin "bescheidenen" Umsätzen mit alterntigem Raps. Aber auch das Geschäft mit neuerntiger Ware sei nahezu zum Erliegen gekommen. AgE

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Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind im Januar den vierten Monat in Folge gestiegen und haben den höchsten Stand seit Dezember 2014 erreicht. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) heute in Rom mitteilte, kletterte der von ihr berechnete Preisindex über alle betrachteten Warengruppen hinweg gegenüber Dezember 2019 um 0,7 % auf 182,5 Punkte; das Vorjahresniveau wurde damit um 11,3 % übertroffen.

Im Berichtsmonat wurden für alle Produktgruppen mit Ausnahme von Fleisch Preissteigerungen verzeichnet. Vor allem die Pflanzenölpreise legten zu. Der betreffende Preisindex stieg im Monatsvergleich um 7,0 % auf ein Dreijahreshoch von 176,3 Punkte. Als Grund nannten die Experten aus Rom unter anderem die Verteuerung von Palmöl, was insbesondere auf die weiterhin lebhafte Nachfrage der Biodieselhersteller zurückgeführt wird.

Auch die globalen Zuckernotierungen entwickelten sich fester. Der entsprechende Teilindex erhöhte sich im Januar gegenüber dem Vormonat um 5,5 % auf 200,7 Punkte. Die Ursache dafür sei eine voraussichtlich deutlich rückläufige Erzeugung in Indien, Brasilien und Mexiko, so die FAO. Der Getreidepreisindex stieg um 2,9 % auf 169,2 Punkte. Dabei verteuerte sich vor allem Weizen. Für Unterstützung hat laut den Experten in Rom vor allem eine rege Nachfrage am Weltmarkt gesorgt, wobei die Lieferungen französischer Ware durch Hafenstreiks verzögert worden seien.

Für den Subindex für Milcherzeugnisse registrierte die FAO im Vergleich zum Dezember ein Plus von 0,9 % auf 200,6 Punkte. Den Fachleuten zufolge verteuerten sich Butter, Käse und Magermilchpulver im Zuge einer kräftigen Importnachfrage am Weltmarkt bei einem gleichzeitig knapperen Exportangebot der Europäischen Union und Ozeaniens. Derweil gab der FAO-Index für die globalen Fleischpreise um 4 % auf 182,5 Punkte nach. Dabei verbilligte sich vor allem Schaffleisch, gefolgt von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch. Insbesondere die Nachfrage Chinas und anderer ostasiatischer Länder habe nach umfangreichen Importen Ende 2019 nachgelassen, berichtete die FAO. AgE

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Nachdem die Futtererbsenernte auf der Nordhalbkugel bereits weitgehend abgeschlossen ist, zeichnet sich für 2019/20 im Vergleich zum Vorjahr ein weltweit größeres Aufkommen dieser Hülsenfrucht ab. Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) mit Verweis auf eine aktuelle Prognose des Internationalen Getreiderates (IGC) berichtete, werden in der laufenden Vermarktungssaison global wohl 13,9 Mio t Futtererbsen geerntet; das wären 0,8 Mio t mehr als 2018/19. Das Niveau von 2017/18 würde aber trotzdem um 2,2 Mio t Erbsen verfehlt.

Das erwartete globale Ernteplus begründet die UFOP vor allem mit einer höheren Erzeugung in Nordamerika. So produzierte Kanada 2019/20 schätzungsweise rund 4,2 Miot Erbsen, nach 3,6 Mio t im Vorjahr. Außerdem steigerten die US-Farmer ihre Erzeugung um 300 000 t auf 1 Mio t Erbsen. Auch die Landwirte in der EU-28 ernteten mehr Futtererbsen; hier weist der IGC einen Zuwachs um 200 000 t auf 2,2 Mio t aus.

Dagegen war das Futtererbsenaufkommen in Russland und der Ukraine laut IGC zuletzt rückläufig. So wird für die Russische Föderation für 2019/20 im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 200 000 t auf 2,1 Mio t Erbsen ausgewiesen. Einen Rückgang in derselben Höhe auf 600 000 t Futtererbsen ergab sich für die Ukraine. Begründet wird die negative Entwicklung mit einer Einschränkung der betreffenden Anbauflächen in beiden Ländern.

Trotz der etwas größeren Weltproduktion dürfte das globale Handelsvolumen von Futtererbsen nach Einschätzung des IGC 2019 abgenommen haben, und zwar im Vorjahresvergleich um 500 000 t auf 5,5 Mio t. Dabei wird für die russischen Ausfuhren mit einem kräftigen Rückgang von 530 000 t auf 620 000 t Erbsen gerechnet. Der größte Teil dieser Einschränkung soll Lieferungen in die Europäische Union betroffen haben. Unterdessen erwartet die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), dass die EU-Futtererbsenexporte 2019/20 im Vorjahresvergleich wegen der hiesigen Produktionssteigerung etwas zunehmen dürften. AgE

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