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Wir bilden aus! erstellt am: 17.01.19
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Das WIR ist unsere Stärke! erstellt am: 13.11.18

News

Pächter von landwirtschaftlichen Nutzflächen im Landeseigentum können in Sachsen-Anhalt für die nächste Zeit von stabilen Pachtpreise ausgehen. Wie Landwirtschaftsministerin Prof. Claudia Dalbert heute mitteilte, haben sich das Magdeburger Agrar- und das Finanzressort darauf verständigt, die Pachtpreise für die landwirtschaftlichen Flächen der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt zum Pachtjahresbeginn am 1. Oktober nicht zu erhöhen.

Laut Dalbert reagiert die Landesregierung damit auf die aktuelle wirtschaftlicher Situation vieler Agrarbetriebe, die noch immer unter den Folgen der langanhaltenden Trockenheit im vergangenen Jahr zu leiden hätten. Der Ministerin zufolge soll die Pause bei den Pachtpreisen zusammen mit der im letzten Jahr beschlossenen Dürrehilfe zur Stabilität und Festigung der landwirtschaftlichen Betriebe im Land beitragen.

In Folge der Dürre war die Getreideernte 2018 in Sachsen-Anhalt nach Angaben des Landesstatistikamtes im Vergleich zum Vorjahr um 25,3 % auf 2,80 Mio t eingebrochen. Das Minus beim mengenmäßig wichtigsten Winterweizen belief sich auf 22,8 %, während die Ernte von Winterraps mit insgesamt 413 400 t sogar um 36,5 % kleiner ausfiel als im Jahr zuvor. Drastische Einbußen mussten die Landwirte auch auf dem Grünland hinnehmen: Die Erzeugung von Grassilage und Heu fiel aufgrund der Trockenheit um fast 38 % kleiner aus als im Jahr zuvor, so dass die Grundfuttersituation auf vielen Höfen bis zum Anschluss an den ersten Schnitt prekär bleiben dürfte. AgE

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Der Klimawandel wird in Deutschland auch unter optimistischen Prognosen und erheblichen Maßnahmen zur CO2-Reduktion zu mehr Niederschlägen und steigenden Temperaturen führen. Wie Dr. Cathleen Frühauf vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auf der Jahrestagung des Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) diese Woche in Darmstadt unter Verweis auf Auswertungen des Klimaprojektionsensembles berichtete, ist unter Annahme eines strengen Klimaschutzszenarios von 2021 bis 2050 von einem Anstieg der Durchschnittstemperatur um 1,0° Celsius auszugehen und bis 2100 von einem Plus von 1,2° Celsius. Unter Annahme eines „weiter-wie-bisher“-Szenarios belaufe sich der Anstieg auf 1,3° Celsius beziehungsweise 3,7° Celsius.

Seit 1881 ist der Wetterforscherin zufolge ein ungebrochener Trend bei der Klimaerwärmung in Deutschland festzustellen; bis heute sei es bereits zu einer Steigerung der Durchschnittstemperatur um 1,5° Celsius gekommen. Auch wenn die Temperaturen im Mittel stiegen und die Frostgefahr im Winter im Mittel abnehme, ist laut Frühauf Vorsicht geboten bei weniger frostfesten Kulturen. Festzustellen sei nämlich ebenfalls eine größere Variabilität von Jahr zu Jahr mit steigenden Extremen. Kalte Ausnahmewinter ließen sich keineswegs ausschließen. Zudem nehme die Gefahr von Spätfrösten zu.

Durch die höheren Temperaturen würden die einzelnen phänologischen Phasen schneller durchlaufen. Die Vegetation beginne wesentlich früher, ebenso verschiebe sich die Ernte im Herbst aufgrund der beschleunigten Entwicklung nach vorne. Im Vergleich der Zeitspannen 1961 bis 1990 und 1991 bis 2017 hat sich der phänologische Winter laut Frühauf von 120 auf 103 Tage und der Sommer um einen Tag auf 89 Tage verkürzt, der Frühling sich dagegen um fünf auf 101 Tage und der Herbst um 13 auf 72 Tage verlängert.

Was die Projektionen für den Niederschlag angeht, sind die insgesamt steigenden Mengen Frühauf zufolge ebenfalls kein Grund für Optimismus. Die Zunahme konzentriere sich nämlich auf das Frühjahr, den Herbst und Winter. Im Szenario eines strengen Klimaschutzes blieben die Mengen im Sommer unverändert; unter schlechten Vorzeichen nehme der Regen im Sommer, trotz einer Zunahme im Gesamtjahr, sogar deutlich ab. Diese Entwicklung sei jetzt schon feststellbar. Für die Landwirte bedeute das veränderte Niederschlagsszenario eine erhöhte Erosionsgefahr und Nährstoffauswaschungen. AgE

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Steuerliche Gewinnglättung kommt erstellt am: 22.03.19
Die Bundesregierung bringt die dreijährige steuerliche Gewinnglättung für landwirtschaftliche Betriebe auf den Weg. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner kündigte bei der top-agrar-Veranstaltung "Landwirte im Dialog" gestern in Berlin einen Kabinettsbeschluss zur entsprechenden Änderung des Einkommensteuergesetzes (EStG) für den April an.

Die Einführung der Gewinnglättung nach § 32c EStG hatte der Bundestag 2016 im Zuge der Milchmarktkrise beschlossen. Allerdings musste die Maßnahme erst ein Brüsseler Notifizierungsverfahren durchlaufen, bevor sie in Kraft gesetzt werden kann. Offenbar hat die Europäische Kommission inzwischen grünes Licht gegeben.

Klöckner bezeichnete die Gewinnglättung als Mittel der Wahl, weil sie nicht zuletzt von kleineren Betrieben genutzt werden könne. Zurückhaltend äußerte sich die Ministerin hingegen gegenüber einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage, weil die möglicherweise für einen Teil der Betriebe nicht in Frage komme.

Mit Nachdruck will sich die Bundeslandwirtschaftsministerin auch weiterhin dafür einsetzen, dass Versicherungen für Trockenheitsschäden ebenfalls einem ermäßigten Versicherungssteuersatz unterzogen werden, wie er bereits für die natürlichen Risiken Hagel, Sturm, Starkregen und Starkfröste gelte. Für eine erforderliche Änderung des Versicherungssteuergesetzes (VerStG) müsse allerdings noch Überzeugungsarbeit im parlamentarischen Raum geleistet werden.

Für die nächste Herbstkonferenz der Agrarminister der Länder will die CDU-Politikerin einen umfassenden Bericht ihres Ressorts zur Risikovorsorge in der Landwirtschaft vorlegen. Der soll die Grundlage bilden, wie dieses Thema künftig politisch gehandhabt werden soll. Die Bundesministerin ließ erneut erkennen, dass sie einer Umschichtung von Mitteln aus der Ersten oder Zweiten Säule für eine Subventionierung von Agrarversicherungen skeptisch gegenübersteht. AgE

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Markttipps

Französische Exporte gaben den Weizenkursen Auftrieb. Zuletzt fehlten dann aber neue, starke Impulse, sodass nur ein leichtes Wochenplus verbucht wurde.
Die Weizenkurse an der Börse in Paris legten zu Beginn der Berichtswoche etwas zu und haben das Kursniveau seitdem gehalten. Mit 189 EUR/t lagen sie zuletzt 3 EUR/t über Vorwochenlinie. Unterstützung bringen vor allem die anhaltend positiven Exportaussichten für Frankreich, denn an französischen Häfen wird nach wie vor jede Menge Weizen für den Export verladen. Zum Wochenauftakt waren es rund 800.000 t und bis zum Monatsende könnten es 1,3 bis 1,4 Mio. t werden. EU-Exporteure hoffen, dass die Stärke des russischen Rubels die russischen Weizenpreise weiter nach oben treibt und sie somit bei internationalen Ausschreibungen eher zum Zug kommen.

Die Weizenexporte aus Deutschland liefen zuletzt stetig, hatten damit aber keine Wirkung auf die Terminkurse in Paris. 45.000 t Weizen sollen diese Woche nach Südafrika verschifft werden, nachdem in der vergangenen Woche bereits 50.000 t dorthin sowie 30.000 t deutscher Weizen Richtung Sudan auf den Weg gebracht wurden. Dank des milden Winters sind die Ernteaussichten für Deutschland sehr positiv, eine große Weizenernte 2019 würde den Export wohl ankurbeln. (AMI)

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Die Rindfleischproduktion in der Europäischen Union ist ab 2015 bis 2018 beachtlich gewachsen. Im Jahr 2018 sorgte die Rekorddürre für Missernten und damit verbunden ist oft eine bedrohliche Futterknappheit. Erhöhte Kuh- und Färsenschlachtungen waren die Folge. Welche Prognosen gibt es für das Jahr 2019?

Teils deutlich weniger Milchkühe
Der Rinderbestand in der EU verringerte sich Ende 2018 gegenüber dem Vorjahr moderat. Mit 87,5 Mio. Rindern in der EU wurde der Vorjahresbestand mit einem Minus von 1,5 % unterschritten. Im europäischen Ranking führt Frankreich weiterhin die Hitliste an. Gut ein Fünftel aller Rinder in der EU werden in Frankreich gehalten. Danach auf Platz 2 folgt Deutschland mit einem Anteil von 14 % an den europäischen Rindern. Die Milchkuhherden wurden in einer ähnlichen Größenordnung mit großen Unterschieden zwischen den Ländern verringert.

Deutschland liegt mit einem Minus von 2,3 % in etwa im Gleichklang wie der Schnitt der EU. Spürbare Abstockungen gab es in Italien, den baltischen Staaten, in Schweden und besonders deutlich in den Niederlanden. Seit 2018 sehen sich Milcherzeuger in den Niederlanden mit einer Phosphat-Quote konfrontiert. Die Beschränkung der Phosphatmenge wirkt ähnlich produktionsbegrenzend wie die frühere Milchquote. Etwa 4.000 bis 5.000 EUR pro Kuh sind die Phosphatrechte in den Niederlanden wert. Die Milchviehhaltung in Irland und in Polen wird dagegen fortgesetzt ausgedehnt. Hier kurbeln auch spezielle Förderprogramme den Ausbau der Rinderhaltung an.

EU-Rindfleischerzeugung schrumpft wieder
Mit insgesamt geschätzten 8,2 Mio. t produziertem Rindfleisch wurde im Jahr 2018 das Vorjahresergebnis um 1,7 % übertroffen. Für 2019 erwarten die meisten Marktexperten für Europa eine Reduzierung. Der Grund des starken Wachstums im Jahr 2018 waren hauptsächlich deutlich erhöhte Kuh- und Färsenschlachtungen im Zuge der Futterknappheit. Mit geschätzten 8,0 Mio. t sollte sich die EU-Produktion im Jahr 2019 und rund 2 % kleiner ausfallen. Die Prognosen zur Rindfleischerzeugung fallen in den einzelnen Ländern recht unterschiedlich aus.

Positive Marktaussichten für das Jahr 2019
Für die Erzeugerpreise können sich die Rinderhalter für Schlachtkühe im Jahr 2019 über mehr oder weniger höhere Auszahlungspreise als im Jahr zuvor freuen. Die Jungbullenpreise sollten sich behaupten. Große Verunsicherung über die weitere Preis- und Marktentwicklung gibt es hingegen in Irland und dem Vereinigten Königreich mit dem nahenden Brexit. Hier werden schwächere Rinderpreise erwartet, allein dadurch da das Pfund gegenüber dem Euro relativ stark an Wert verloren hat. (AMI)

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Der deutsche Schlachtschweinemarkt hat sich inzwischen spürbar gedreht. Das Angebot ist fast überall klein und auch die Schlachtgewichte gehen stetig zurück. Zugleich ist die Nachfrage von Seiten der Schlachtindustrie durchweg rege, der Fleischmarkt und der Außenhandel bieten Impulse.

Entsprechend kann der herrschende Bedarf häufig nur knapp gedeckt werden, fast überall wird von etwas zu kleinen Mengen berichtet. Entsprechend wurde die Preisempfehlung deutlich angehoben.

Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen läuft der Fleischhandel in Deutschland nun spürbar lebhafter. Die Nachfrage ist bei den meisten Teilstücken deutlich reger, der Preisanstieg der Vorwoche lässt sich mehrheitlich umsetzen. Insbesondere Verarbeitungsfleisch ist gefragt und häufig knapp, die Herstellung von Bratwürsten läuft an. Dennoch gibt es auch weiterhin Artikel, die nicht ganz so flott laufen. Dazu gehören etwa Schinken. Doch auch hier gibt es keine Überhänge. (AMI)

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