Aktuelles

Maßnahmen für den sicheren Umgang mit Getreide, Ölsaaten und Leguminosen. "Hinweise zu Transportfolgen, spezifischen Reinigungsverfahren sowie weiteren unerwünschten Vorfrachten enthält u.a. die Datenbank Ladungen/Straßentransporte  und der QS-Leitfaden Futtermittelwirtschaft (Kapitel 5). "
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Wir bilden aus! erstellt am: 17.01.19
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Das WIR ist unsere Stärke! erstellt am: 13.11.18

News

Für ungerechtfertigt hält der Stellvertretende Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Harald Schaum, Klagen über fehlende Erntehelfer. "Es gab und gibt genügend Saisonarbeitskräfte", sagt der Gewerkschafter im Interview und weist Forderungen entschieden zurück, die Bundesregierung solle Vermittlungsabsprachen mit Drittländern schließen, um zusätzliche Erntehelfer aus der Ukraine zu akquirieren.
Scharfe Kritik übt Schaum an ausbeuterischen Praktiken von einzelnen Betrieben in Deutschland. Nach wie vor würden Saisonarbeitskräfte illegal beschäftigt und zum Teil deutlich unter Mindestlohn bezahlt, erklärt der Stellvertretende IG BAU-Vorsitzende und fordert die Arbeitgeber auf, sich von unsauber arbeitenden Betrieben zu distanzieren, anstatt "einem falschen Korpsgeist" nachzuhängen.
Für Schaum bilden die Saisonarbeitskräfte ein Reservoir für die Gewinnung von Stammkräften in der Landwirtschaft, das bislang nur unzureichend genutzt werde. Zwar gehe man nicht davon aus, "dass von den rund 300 000 osteuropäischen Saisonkräften 200 000 einen Dauerarbeitsplatz in der deutschen Landwirtschaft suchen." Aus eigenen Erfahrungen wisse man jedoch, "die Nachfrage ist da". Damit sei das Werben um bisherige Saisonbeschäftigte "einer von mehreren Wegen", dem zunehmenden Fachkräftemangel in der Landwirtschaft zu begegnen.
Der Gewerkschafter verweist auf die wachsenden Schwierigkeiten der Betriebe, qualifiziertes Stammpersonal zu bekommen. Das liege unter anderem daran, "dass sich die Landwirtschaft erst seit Kurzem aus dem Niedriglohnsektor heraus bewegt". Eine wesentliche Bedeutung komme der Infrastrukturausstattung auf dem Land zu. Landwirtschaft brauche ein intaktes ländliches Umfeld, um für Fachkräfte attraktiv zu sein.
Schaum spricht sich für eine Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aus. Neben der "Umwelt" müssten auch soziale Aspekte in Zukunft eine viel größere Rolle spielen. Er fordert die Aufnahme der europäischen Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Cross Compliance-Katalog als ersten Schritt in diese Richtung und kritisiert, dass Arbeitnehmerinteressen in der GAP bislang so gut wie keine Rolle spielen. AgE

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Die neue Düngeprodukte-Verordnung der Europäischen Union tritt Anfang nächster Woche in Kraft. Darauf hat der Industrieverband Agrar (IVA) heute in Frankfurt hingewiesen. Damit stünden den Anwendern und Produzenten von zukünftig CE-gekennzeichneten Düngemitteln große Änderungen bevor. Die neue Verordnung schaffe zum einen das vertraute System der Düngemitteltypen ab und ersetze es durch eine CE-Kennzeichnung für Produktfunktionskategorien (PFC), erläuterte der Verband. Zum anderen stelle sie den Kreislaufgedanken in den Vordergrund; erstmals würden auch organische und organisch-mineralische Düngemittel europarechtlich geregelt.

Darüber hinaus werden laut IVA auch im EU-Recht einheitliche Grenzwerte für Schwermetalle und andere Schadstoffe eingeführt. Zusammenfassend biete dies für die Hersteller und die Anwender einerseits Chancen, stelle sie andererseits aber auch vor große Herausforderungen, resümierte der Verband. „Die Anwender, vor allem die Landwirte, müssen sich an zahlreiche neue Bezeichnungen und neuartige Produkte gewöhnen“, erklärte der Leiter der IVA-Fachbereiche Pflanzenernährung und Biostimulanzien, Dr. Sven Hartmann. Es zeichne sich ab, dass die völlige Abkehr vom bewährten Typensystem, die Einführung der CE-Kennzeichnung sowie umfangreiche neue Vorschriften bei Kennzeichnung, Toleranzen und bei der Produktzulassung - Konformitätsbewertung - für die Hersteller, Behörden und den Handel große Kraftanstrengungen bedeuteten.

Die Verordnung sieht dem IVA zufolge eine dreijährige Übergangszeit vor. Es müssten noch Standards und Analysemethoden für viele Produkte validiert werden, während gleichzeitig die EU-Kommission Leitlinien für die Kennzeichnung oder Kriterien zur biologischen Abbaubarkeit von Polymeren erarbeiten müsse, bevor am 16. Juli 2022 die ersten Düngeprodukte mit CE-Kennzeichnung auf den Markt kommen könnten. Weiterhin zulässig sei das Inverkehrbringen nach nationalem Düngemittelrecht.

Hartmann begrüßte es, dass erstmals die neue Produktgruppe der Biostimulanzien rechtlich einbezogen und geregelt werde. Diese Produkte würden über ihre Wirkung definiert. Sie sollten die Widerstandsfähigkeit der Nutzpflanzen gegen abiotischen Stress wie Trockenheit oder Hitze stärken und die Nährstoffaufnahme verbessern, indem beispielsweise das Wurzelwachstum stimuliert werde. AgE

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Der Neubau von Biogasanlagen hat 2018 auf dem niedrigen Niveau des vorangegangenen Jahres stagniert. Das geht aus der jährlichen Branchenerhebung hervor, die der Fachverband Biogas (FvB) heute vorgelegt hat. Der Verband zieht mit Blick auf die aktuellen Zahlen ein "besorgniserregendes" Fazit. Demnach wurden im vergangenen Jahr nur 120 Anlagen neu in Betrieb genommen; gleichzeitig gingen sieben Anlagen vom Netz. Ende 2018 gab es bundesweit 9 444 Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 4 953 MWel. In seiner Prognose für das laufende Jahr geht der Fachverband von einem weiteren Rückgang des Neubaus um 20 % aus.
Laut FvB-Hauptgeschäftsführer Dr. Claudius da Costa Gomez verhindern die schlechten Perspektiven neue Projekte und drängen bestehende Anlagen zur Stilllegung. Zugleich zeige die Branche "trotz der misslichen Lage", dass sie sich auf den Bedarf des heutigen und künftigen Strommarktes einstelle und insbesondere in die Flexibilisierung, aber auch in die Anlagenerneuerung und technische Optimierung investiere. Das verdeutliche auch der Anstieg der installierten elektrischen Leistung um 403 MW gegenüber 2017, der auf vermehrte Flexibilisierungsmaßnahmen zurückzuführen sei.

Insgesamt haben die hiesigen Biogasanlagen im vergangenen Jahr laut FvB 33,15 TW Strom erzeugt und dabei durch den Ersatz fossiler Energieträger rund 20 Mio t CO2 eingespart. Dieser enorme Beitrag zum Klimaschutz dürfe nicht wegfallen, insbesondere für die Erreichung der Klimaziele in der Landwirtschaft, forderte da Costa Gomez. Das vielseitige Potential der Biogasbranche müsse nicht nur aus ökologischer Sicht erhalten bleiben; auch ökonomische Faktoren sprächen dafür. Mit 9,7 Mrd Euro Umsatz und 49 000 Beschäftigten sei die Biogasbranche "unerlässlich für die Wertschöpfung".

Nach Einschätzung des FvB ist es dringend notwendig, dass die Politik den Klimaschutzbeitrag der Biogasanlagen durch eine entsprechende Rahmensetzung stabilisiert. Es mangele an Anreizen für die Branche, sich weiter auf die flexible Rolle im Energiesystem der Zukunft vorzubereiten. AgE

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Markttipps

Den Sommerkulturen dürfte die Hitzewelle im Juni am meisten geschadet haben. Große Ertragseinbußen werden allerdings nicht erwartet. Die Auswirkungen der Hitzewelle sind nun langsam greifbar. Nach Angaben von FranceAgrimer hat sich der Zustand der französischen Getreideernte in der letzten Juniwoche verschlechtert. Am 1. Juli befanden sich 75 % des Weichweizens in gutem oder exzellentem Zustand, in der Vorwoche waren es noch 80 %. Das übertrifft den Vorjahreswert von 73 % trotzdem noch leicht. Je nach Kultur hat die Hitzewelle mehr oder weniger große Schäden hinterlassen. Getreidearten, die zu dem Zeitpunkt in ihrer Entwicklung weiter fortgeschritten waren, wurden kaum beeinträchtigt. In den wichtigsten Erzeugerregionen beschleunigte die Hitzewelle die Kornfülle kurz vor der Abreife. So wurde der Zustand von Wintergerste mit 73 % als gut bis exzellent bewertet, gegenüber 75 % in der Vorwoche. Sommerkulturen hingegen, die sich noch in wichtigen Entwicklungsstadien befanden hat es stärker getroffen. Allerdings milderten günstige Bodenwasserverhältnisse die Auswirkungen. (AMI)
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Der massive Druck auf die Schweinepreise seitens führender Schlachtereien hat sich mit Beginn der aktuellen Woche deutlich verstärkt. Die Nachfrage der Schlachtereien nach Schweinen ist verhalten. Das Aufkommen an Schlachtschweinen wird von 90 % kommend, neu auf 89 % beziffert. Regional gehen die Preismeldungen leicht auseinander, da es Regionen - beim Vergleich zur Nachfrage der Schlachtereien - mit einem knappen Aufkommen an schlachtreifen Schweinen gibt. Allerdings gibt es fast nirgendwo Nachfrage nach zusätzlichen Stückzahlen. (AMI)
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Im Mai 2019 sind die Erlöse der Bio-Milchbauern in Deutschland zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. Im Osten des Landes fielen die Preisabschläge deutlicher aus als im Westen. Die Spanne zwischen ökologisch und konventionell erzeugtem Rohstoff blieb nahezu stabil.

Die AMI schätzt für ökologisch erzeugte Milch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Mai einen bundesweiten Auszahlungspreis von 46,9 Ct/kg. Gegenüber dem April bedeutet dies einen Rückgang um knapp 0,4 Ct.

Damit setzten sich die rückläufigen Tendenzen, die seit Februar 2019 vorherrschen, fort. Im Vergleich zum Vorjahr bekamen die Bio-Milcherzeuger rund 0,6 Ct weniger für ihren Rohstoff ausgezahlt.

Auch konventionell wirtschaftende Milchviehhalter mussten im Mai Abschläge hinnehmen. Sie erhielten im Bundesmittel 33,0 Ct/kg und damit rund 0,3 Ct weniger als noch im Vormonat. Damit blieb der preisliche Abstand zwischen ökologisch erzeugter Milch und der konventionellen Variante im Mai nahezu stabil. Mit 13,9 Ct lag die Spanne dennoch unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats, als im Mittel noch 15,3 Ct/kg mehr für die ökologisch erzeugte Milchart ausgezahlt wurde.

Sowohl bei den Molkereien im Osten Deutschlands als auch bei denen im Westen waren im Mai 2019 nach aktuellen Schätzungen der AMI Preisabschläge zu verzeichnen. Dabei fiel der Rückgang im Osten deutlicher aus als im Westen. Auch Milcherzeuger, die an bayerische Molkereien lieferten, bekamen im Mai mitunter weniger ausgezahlt. (AMI)
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